Kaum eine alpine Sportart erlebte in den letzten Jahren einen derartigen Zulauf, wie das Skitouren gehen. Früher wurden sie wohl eher bemitleidet, die wenigen Enthusiasten, die sich mit Ski und Fellen auf die Berge plagten. Heute beneidet man sie. Abseits von Pistenrummel und Apres-Ski ziehen sie ihre Spuren durch oftmals unberührte Hänge. Viele würden es Ihnen gerne gleichtun. Sie fürchten aber die alpinen Gefahren oder die Tücken des Tiefschnees.
Das Angebot unserer Sektion reicht von Einstiegskursen bis hin zu mittelschweren Skitouren geführt von unseren Fachübungsleitern. Sicherheit hat dabei immer Vorrang. Und selbstverständlich auch das persönliche Können der Teilnehmer.
Falls sie es nur mal ausprobieren wollen, können Sie sich Sicherheitsausrüstung, Skier und Felle bei uns ausleihen.  Zusätzliche Informationen finden Sie unter „Tourenhinweise“.

Die erste Spur im unberührtem Schnee

Abfahrt im Tiefschnee

07. April 2018: Bei Prachtwetter auf die Lampsenspitze (2875 m)

Drei Wochen später als ursprünglich geplant erwies sich der Zeitpunkt für diese Skitour als ideal gewählt. Leider nur zu dritt, dafür aber bei prächtigstem Wetter bemerkten wir schon am Parkplatz in Praxmar (Sellrain, 1687 m) dass wir nicht die einzigen auf Tour sein werden, war doch der PP schon bei unserer Ankunft kurz nach 8:00 Uhr fast vollständig belegt. Hemdsärmelig ging’s schon los, und auch am Gipfel musste sich niemand etwas überziehen, herrschte doch Windstille bei angenehmer Temperatur. Dazwischen gab’s prächtige Aussichten auf die umliegenden Gipfel wie Zischgeles (3005 m), Schöntalspitze (3008 m), Gleischer Fernerkogel (3194 m) und Co. Und dann noch die Abfahrt über die prächtigen freien Hänge im – wenn auch z.T. schon recht tiefen – Firn. Herz was begehrst du mehr?

10 bis 11. März 2018: Kombitour ST+SS Scharzwasserhütte

Vierzehn Teilnehmer waren es, die sich zur Kombitour mit Markus Mayer (Skitourengeher) und Elisabeth Oswald (Schneeschuhgeher) angemeldet hatten. Leider war das Wochenendwetter nicht gerade ideal, und so war der vormittägliche Aufstieg im Kleinwalsertal von der Auenhütte (Riezlern, 1250 m) zur Schwarzwasserhütte (1651 m) von einigen Regenschauern begleitet, die aber um die Mittagszeit aufhörten. Daher wurde nachmittags das Steinmandl (1981 m) bestiegen und anschließend noch ein kurzer Schulungsteil zum Thema „Theorie und Praxis: Lawinenkunde und Verschüttetensuche“ durchgeführt. Der nächste Tag brachte eine Wetterbesserung und es erfolgte der gemeinsame Aufstieg zum Hählekopf (2058 m), der von den Skifahrern noch bis zum Berlingerköpfle (1994 m) verlängert wurde, bevor es in rasanter Abfahrt zurück ging zur Auenhütte.

18. – 21. Februar 2018: 4 Tage Skitouren von der Bamberger Hütte (1756 m)

18. Februar 2018: Hüttenaufstieg vom Gasthof Wegscheid (1150 m) zur Bamberger Hütte (1756 m):

Leider nur zu viert (Isi, Thomas Bihler, Widdy,  Richard) staunen wir über den meterhohen Schnee auf dem Dach des Gasthofes Wegscheid (1150 m) bei Kelchsau, unserem Startpunkt zum Aufstieg zur Bamberger Hütte, die als Stützpunkt für unsere diesjährige 4-Tages-Sektions-Skitour dienen soll. Durch dichten Wald führt uns der schmale Pfad 600 hm auf einer dicken Pulverschneedecke und über den Winterweg in 2:15 Std. zur Bamberger Hütte, die wir mittags im dichten Nebel erst erblicken, als wir nur noch 20 Meter entfernt sind. Die für den Nachmittag geplante Gipfeltour fällt sichtbedingt aus! Dafür sondieren wir in Hüttennähe die Dicke der Schneedecke (über 2 Meter!) und graben ein Schneeprofil fast bis zum Grund und einen Rutschkeil. Beides gibt uns Auskunft über die Kompaktheit  und den Zusammenhalt der einzelnen Schneeschichten und wir profitieren in den nächsten Tagen von diesen Erkenntnissen.

19. Februar 2018: Tristkopf (2361 m) und Rosswildalm (2250 m):

Heue morgen ist es „saukalt“, aber über den makellos blauen Himmel strahlt die erhoffte Wintersonne. Bei bester Sicht und über frisch verschneide Hänge und Mulden gelangen wir zunächst aufs Nadernachjoch (2100 m) und erreichen nach 2:15 Std. den Gipfel des Tristkopfes (2361 m). Die enorme Schneehöhe erlaubt es uns sogar, mit den Ski bis zum Gipfelkreuz zu gelangen,  eine seltene Möglichkeit, ist doch normalerweise für den Gipfelzustieg eine leichte Kletterei im Fels angesagt. Der Ausblick ist gigantisch, noch mehr aber erfreuen uns die herrlichen 500 Abfahrts-Höhenmeter auf den makellosen und noch völlig unverspurten Hängen im knietiefen Pulverschnee.  Bei etwa 1850 m fellen wir wieder auf und ziehen eine einsame Spur über 400  hm hinauf ins Tal der Rosswildalm. Bei ca. 2250 m machen wir Rast und blicken auf den gigantischen Gipfelhang der Aleitenspitze (2449 m), der heuer ausnahmsweise eine Abfahrt direkt vom Gipfel  in die Flanke erlauben würde. Allerdings hat die Sonne den SO-ausgerichteten Hang heute schon zu sehr erwärmt – und für heute ist es schon zu spät. Aber morgen – da könnte es gehen! Und so genießen wir die 500 hm Abfahrt über weitere, weitgehend  noch völlig unverspurte Hänge und leben unseren Pulverschnee-Traum.

20. Februar 2018: Schwebenkopf (2354 m):

Aleitenspitze ade! Heute herrscht leichtes Schneetreiben und sehr diffuse Sicht. Daher gehen wir wieder in Richtung der uns vom Vortag her schon bekannten Rosswildalm, mit dem Vorsatz umzukehren, sollte die Sicht noch schlechter werden. Die Sicht wird weder schlechter noch besser, aber wir finden schließlich eine Spur, die schemenhaft in Richtung Schwebenkopf führt. Ihr folgen wir bis zum Gipfel, der nach ca. 2:10 Std. erreicht ist. Zum Verweilen reizt heute hier nichts, und so tasten wir uns entlang der Aufstiegsspur vorsichtig nach unten. Erst auf den letzten Hängen oberhalb der Hütte wird die Sicht etwas besser und wir können noch einige Bögelchen in den Schnee zaubern. Nachmittags gibt’s einen zünftigen „Schafkopf“ in der sehr schön renovierten Hütte, wobei uns die freundliche Wirtsfamilie kulinarisch bestens versorgt.

21. Februar 2018: Tourenabfahrt ins Tal:

Heute herrscht hier oben „Null Sicht“ – und es hat ca. 30 cm Neuschnee. Könnte das ein Tourentag werden! Wir warten ab, aber es „reißt“ nicht auf, und so entscheiden wir uns zur Abfahrt ins Tal. Der tief eingeschneite Sommerweg läßt uns auf breiter Forststraße rasch nach unten gelangen. Es gibt aber immer wieder steile Flanken zwischen den Kehren, die wir im tiefen Pulverschnee hinunterwedeln können, zumal die Sicht weiter unten etwas kontrastreicher ist. Isi und Widdy lassen den lezten Steilhang aus und gelangen so zum Brücklein, dem nach kurzem Gegenaufstieg die angenehme Forstweg-Abfahrt zum Gasthof Wegscheid folgt. Thomas und mich leitet der letzte Hang allerdings weiter nach unten und wir gelangen – etwas zu tief – auf unseren schmalen Aufstiegsweg. Zu faul, um wieder zum Forstweg hoch zu steigen, nutzen wir diesen Pfad für die weitere Abfahrt, was bei der derzeitigen Schneelage weit weniger unangenehmer ist als erwartet.

11. Februar 2018: Skitour zum Dammkar

Steil ging’s hinauf – aber das weiß man ja, wenn man sich aufmacht zur  Skitour ins Dammkar. Sieben Teilnehmer unter Leitung von Markus Mayer wollten sich dies antun und starteten unterhalb der weltlichen Karwendelspitze bei Mittenwald. Wettermäßig war alles dabei, von Sonne über Schneefall bis hin zu stürmischen Windböen. Als Zuckerl dabei: top Schneeverhältnisse, so dass einer rassigen Abfahrt nichts entgegenstand.

18. Januar 2018: Feierabend-Skitour unterhalb der Kampenwand

Sie werden immer beliebter – Abend-Skitouren auf offene Hütten mit anschließender Abfahrt im Licht der Stirnlampen. Ziel ist hier wohl mehr die urige Hüttenstimmung und das kühle Bier dort als eine rassige Abfahrt  auf einer meist überfrorenen Piste. Ski-Tourenleiter Markus Mayer hatte sich für die acht Teilnehmer diesmal die Gorialm unterhalb der Kampenwand ausgesucht. Schöner Aufstieg, gemütliche Hütte, Nachtabfahrt –  ein schönes Erlebnis!

14. Januar 2018: Skitour mit „ Pfiff“ – aufs Zirlesegg und zur Rohnenspitze (1990 m)

Wettermäßig gigantisch – schneemäßig suboptimal – so kann’s halt sein auf Skitour, wenn der Neuschnee durch Regen und Wärmeeinbruch dahin fließt und anschließend winterliche Kälte einen pickelharten Harschdeckel erzeugt. Trotzdem lief’s ganz gut für die neun Teilnehmer, die ausgehend von Zöblen (1100 m) im Tannheimer Tal zunächst am Rande der Skipiste, später dann durch Wald und über freie Wiesen, hinauf ins Pontental marschierten. Die steilen Mulden unterhalb des Zirlesegg aber zeigten dann gewaltig ihre Zähne. Wer Harscheisen dabei hatte, konnte sich vorsichtig über die blank geputzten Steilpassagen mogeln, für den Rest hieß es: Ski abschnallen und Stufen treten, wobei an manchen Stellen Steigeisen wohl angenehmer gewesen wären. Die großartige Fernsicht am Zirlesegg allerdings entschädigte voll für die vorausgegangenen Mühen. Ein Teil der Gruppe ging dann noch den meist frei geblasenen, stellenweise aber doch vereisten  Anstieg auf die Rohnenspitze (1990 m) an. Kurz unterhalb des Gipfels versperrte aber eine steile Firnflanke den sicheren Weiterweg, so dass man sich zur Umkehr entschloss. Das versteckte Bankerl am Gratanfang lud nochmals zur Rast, bevor die steile Rutschpartie hinab in den oberen Pontental-Boden begann. Von dort ging‘s dann relativ gelassen weiter. Eine Skitour – aufgrund der Verhältnisse mit etwas „Pfiff“!

25. März 2017: Frühjahrsskitour auf den Finstertaler Schartenkopf (2854 m)

Eigentlich sollte es ja der Praxmarer Grieskogel im Sellrain sein, aber nachdem ein Blick in die Webcam am Ausgangspunkt Praxmar eine recht magere Schneedecke zeigte, wurde kurzerhand umdisponiert. Vom 300 m höher gelegenen Kühtai dagegen (2000 m) konnte ohne lästiges Skitragen direkt zur Staumauer des Finstertaler Speichersees aufgestiegen werden. An dessen jenseitigem Ende klinkte man sich aus der Aufstiegsschlage zum Sulzkogel aus und folgte, sehr viel einsamer, den ideal geneigten Hängen zur Finstertaler Scharte (2770 m). Die letzten 85 hm gings dann zu Fuß zum Gipfel (2854 m). Der traumhaften Aussicht folgte eine grandiose Abfahrt bei bestem Firn. Herz, was begehrst du mehr?

19. – 22. Februar 2017: Vier Tage Skitouren um Innervillgraten

Wie schon im Vorjahr ging es auch heuer wieder nach Innervillgraten in Osttirol, allerdings war auch diesmal die aktuelle Schneelage nicht gerade rosig. Keine der wunderschönen Südhangtouren war möglich, doch im Talschlussort Kalkstein (1640 m) herrschten ganz passable Schneeverhältnisse. So wurde am ersten Tag ins Rossbachtal aufgestiegen, wo auf ca. 2000 m ein idealer Pulverschneehang zu wiederholten Abfahrten einlud – am Schluss zierten ihn 20 Abfahrtsspuren, 17 davon von uns. Am nächsten Tag bestieg unsere Sechsergruppe das Marchkinkele (2545 m), am dritten Tag das Gaishörndl (2615 m) und am Schlusstag noch die Pürglers Kunke (2500 m) – immer bei schönem Winterwetter und meist bei ganz passablen Abfahrtsbedingungen bis hinunter zum Parkplatz in Kalkstein.

02. Februar 2017: Feierabend-Skitour in Garmisch

Gegen Ende des Arbeitstages, genau gesagt  um 16:30 Uhr, starteten unser FÜL Markus Mayer und fünf Mitstreiter zur Feierabend-Skitour zum Hausberg in Garmisch. Ziel war die Drehmöser Hütte, in der gemütlich eingekehrt wurde. Die anschließende Abfahrt unterm Sternenhimmel erfolgte mit Stirnlampe.

20. – 22. Januar 2017: Skitourenkurs auf der Dortmunder Hütte

Auch in diesem Jahr wurde in unserer Sektion wieder ein Einführungskurs in das Skitourengehen angeboten. Insgesamt 10 Teilnehmer machten zusammen mit ihrem Kursleiter Rainer Reith Quartier auf der Dortmunder Hütte in Kühtai. Bei herrlichsten Wetterbedingungen wurden viele Ausbildungsinhalte zum Thema Ausrüstung, Aufstiegstechnik, Spuranlage, Schneedeckenaufbau, Lawinenkunde und Verschüttetensuche vermittelt und geübt. Natürlich kam auch der Spaß am Tourengehen nicht zu kurz. Ein Theorieteil, der auf der Hütte gehalten wurde, vertiefte die Erläuterungen und Beobachtungen, die während der Praxisübungen gemacht wurden. In den 2 ½ Tagen konnten diejenigen aus der Gruppe, die noch nie auf Skitour waren, das Handwerkszeug erwerben, das nötig ist, um an weiteren Touren teilzunehmen. Auch für diejenigen, die schon etwas Erfahrung mitgebracht hatten, war genügend Inhalt gegeben, um das Wissen und Können zu vertiefen.

08. Januar 2017: Im Tannheimer Tal zum Jochstadl (1580 m)

Das geplante Zirlesegg (1872 m) musste man sich abschminken – bei den prekären Schneeverhältnissen und den wolkenverhangenen Gipfeln rund ums Tanneimer Tal. Trotzdem schnallten sieben der elf angemeldeten Teilnehmer wie geplant an der Talstation des Rohnenspitzenliftes bei Zöblen (1080 m) ihre Tourenski an und stiegen über 400 Höhenmetern zunächst am Rand der Piste auf. Statt nun in Richtung Zirlesegg ins freie Gelände abzubiegen leistete man sich statt dessen zunächst 300 Höhenmeter Genuss-Abfahrt in Richtung Schattwald, um anschließend wieder auf zu fellen und am Pistenrand weitere 400 hm bis zur Gipfelstation des  Wannenkopfliftes (1580 m) auf zu steigen. Hier konnte man im „Jochstadl“ so köstliche Dinge wie  Topfenstrudel oder erfrischendes Weißbier genießen – und sogar ein kleines Stück blauen Himmels. Runter ging’s dann bei bestem Pulverschnee über die Piste zurück zum Ausgangspunkt. Schade für die, die daheim geblieben sind!

14.04. – 16.04 2016: Frühjahrs-Skihochtour zum Hochgall

Zum Abschluss der Skitourensaison ging’s diesmal zur Rieserfernergruppe im Ahrntal / Südtirol. Von der urigen Kasseler Hütte (2276 m) aus sollten insgesamt vier Tage lang Skihochtouren auf die umliegenden 3000er Gipfel unternommen werden.

Als erstes Gipfelziel der achtköpfigen Gruppe wurde der 3358m hohe Schneebige Nock ausgesucht. Die Aufstiegsroute war nach den kürzlichen Schneefällen noch nicht begangen worden, so dass schöne Spurarbeit geleistet werden durfte. Bis zum letzten Aufschwung vor dem langen Gipfelgrat konnte, trotz teilweise recht diffusem Licht, eine sichere Linie gefunden werden. Für den Aufstieg auf den Grat galt das leider nicht mehr. Auf Grund der hier eher unsicheren Lawinenverhältnisse wurde entschieden die Tour abzubrechen und die Abfahrt zur Hütte anzugehen – bei übrigens recht schönem Abfahrtsschnee.

Am nächsten Tag waren die Wetterprognosen noch etwas schlechter. Als Tour wurde der Aufstieg zum Magerstein auserkoren. Über ein idyllisch eingeschnittenes Tal und danach schön kupiertes Gelände ging es bei zunehmend schlechterer Sicht bergwärts. Etwa 250 m unter dem Gipfel musste auch an diesem Tag die Tour in dichtem Nebel abgebrochen werden. Da Richtung Hütte die Sicht etwas besser war, waren die guten Abfahrtsbedingungen jedoch ein schönes Trostpflaster für den verpassten Gipfel.

Am nächsten Tag wurde das Wetter auch nicht besser. Daher verkürzte die Gruppe den Aufenthalt um einen Tag. Durch den allgemein wenigen Schnee in diesem Jahr war die Abfahrt komplett bis zum Parkplatz leider nicht mehr möglich, so dass die Skier etwa 350 Höhenmeter auf dem Rucksack bis in Tal getragen werden mussten.

Eine lohnende Unternehmung war das „Gesamtpaket“ in jedem Fall, auch wenn die angestrebten Ziele nicht ganz erreicht werden konnten. Nun dürfen das Frühjahr und der Sommer für die weiteren Bergfahrten kommen!

2016-04-16-2 Hochgall

27. Februar 2016: Pulverschneetour auf den Schochen (2100 m)

Und es gibt sie doch in diesem Winter, die unverspurten Pulverhänge – und zwar am 2100 Meter hohen Schochen nahe dem Hintersteiner Tal. Von Hinterstein benützten unsere sechs Tourengeher zunächst den Bus zum Giebelhaus. Weiter ging es dann anfänglich gemächlich und fast eben entlang des Obertalbaches ins gleichnamige Obertal. In fast frisch verschneiter idyllischer Umgebung gelangte man danach zügig und zum Schluss anspruchsvoll steil hinauf zum aussichtsreich gelegenen Schochen. Nach einer Gipfelrast wurden die Ski- und Boardfahrer bei herrlichem Sonnenschein für die Aufstiegsmühen belohnt. Tolle und ideal geneigte Hänge mit großenteils unverspurtem Pulverschnee ließen die Teilnehmer jubeln. Bei der abschließenden Einkehr im Giebelhaus konnten die schönen Erlebnisse des Tages nochmals ausgiebig besprochen werden.

2016-02-28-1 Schochen

 21. – 24. Februar 2016: Vier Tage Skitouren um Innervillgraten

Zehn Teilnehmer hatten sich für die Skitourentage im Villgrater-Tal in Osttirol angemeldet. Und so ging‘s mit zwei Pkw von Aichach über Lienz nach Innervillgraten und gleich weiter in‘s 1639 Meter hoch gelegene Kalkstein, dem Ausgangspunkt für alle Touren. Gleich am Anreisetag wurde noch die Pürglers Kunke (2500 m) bestiegen. Der Wärmeeinbruch am zweiten Tag hinderte die Gruppe nicht an der Besteigung des Gaishörndls (2615 m), auch wenn die Abfahrt aufgrund des schweren und weichen Schnees nicht unbedingt zum „Renner“ wurde. Der dritte Tag brachte dann zwar besser fahrbaren Schnee, dafür aber dichten Nebel. Trotzdem wurde der angestrebte Gipfel der Kreuzspitze (2624 m) nicht verfehlt, auch wenn die Abfahrt teilweise zum „Blindflug“ wurde. Bei bester Sicht auf die umliegenden Dolomiten stieg man der Kreuzspitze am nächsten Tag nochmal auf’s Dach – schließlich wollte man doch die herrliche Umgebung genießen und sehen, wo man am Vortag gewesen war. Heim ging’s gleich nach der Tour – drei Stau’s auf dem Weg inbegriffen.

30. Januar 2016: Skitour am Spitzingsee

Strahlende Sonne am wolkenlosen Himmel – aber recht magere Schneeverhältnisse – und insgesamt doch ein schönes Bergerlebnis mit herrlicher Aussicht vom Tanzeck am Spitzingsee. Dies bot sich den drei unentwegten Skitourengeher, die auf den „echten“ Winter nicht warten wollten. War auch die Abfahrt verharscht und teils vereist, umso lohnender war dann die Einkehr im Münchner Haus.

16-01-30-2

 24. Januar 2016: Skitour auf‘s Schönalmjoch (1986 m)

Noch kurz vor dem angesagten Wärmeeinbruch konnte die im Jahresprogrammheft ausgeschriebene Skitour auf das 1986 m hohe Schönalmjoch im Karwendel planmäßig durchgeführt werden. Der 1080 hm-Aufstieg von Hinterriß aus erfolgte für die sieben Teilnehmer in herrlicher Winterlandschaft und auch die Abfahrt über den Südhang war bei tollen Schneeverhältnissen ein wahrer Genuss. Den konnte auch der etwas schwierigere Abfahrtsteil durch den Wald nicht schmälern, auch wenn sich dieser für einige der Teilnehmer – schließlich waren auch zwei Skitouren-Anfänger dabei – doch als etwas beschwerlicher erwies.

Schönalmjoch 02

17. Januar 2016: Skitouren-Klassiker Rotwand-Reib’n (1740 m)

Endlich Schnee satt – das gab’s zur Freude der 6 Teilnehmer auf der klassischen Rotwand-Reib’n. Vom Spitzingsee aus (1090 m) ging‘s bei guter Schneelage auf dem Forstweg zunächst über die Wildfeldalm zum Rotwandhaus (1737 m). Knietiefer Pulverschnee dann bei der Abfahrt über die steile Nebelwand. Gegenaufstieg, nächste Abfahrt zur Kleintiefentalalm und weiterer Gegenaufstieg zum Taubensteinhaus waren – auch wenn die Sichtbedingungen bei leichtem Schneetreiben nicht ganz optimal waren – fast schon ein Traum. Überraschend schön dann die Abfahrt über die in diesem Winter erstmals offen gelassene und unpräparierten Hänge unterhalb der mittlerweile stillgelegten Taubensteinbahn hinab zum Spitzingsee. Selbst schuld, wer nicht dabei war!

10. Januar 2016: Ausweich-Skitour zum Jochstadl (1580 m)

Eigentlich stand ja ein bekannter Skigipfel auf dem Programm, aber sowohl Schnee- als auch Wetterlage waren zum geplanten Termin doch eher bescheiden. „In den Startschuhen stehend“ konnten wir es aber nicht mehr aushalten und starteten zu fünft doch nach Schattwald im Tannheimer Tal. Das Ziel wurde kurzerhand verlegt und von der Talstation der Wannenkopfbahn (1100 m) ging’s am Stuibental entlang nicht zum geplanten Bschiesser, sondern in Richtung Wannenjoch. Das ursprünglich sehr malerische Morgenrot wurde bald schon von dunklen Wolken verdrängt und die fehlende Sicht ließ uns im Jochstadl (1580 m) einkehren. Wie erwartet verschlechterten sich die Verhältnisse weiter, so dass wir anschließend über die Piste abfuhren. Eine kurze Skitour nur – aber besser wie auf der Couch.

L1090885

19. – 20. März 2015: Zwei Skitourentage im Sellrain – trotz Sonnenfinsternis

Zunächst waren ja vier Tage auf der Franz Senn Hütte im Stubai vorgesehen, doch trotz rechtzeitiger Anfrage waren keine Lager mehr zu bekommen. Die hätte man auf der Jamtalhütte in der Silvretta zwar noch erhalten, aber die Wettervorhersage war ganz eindeutig negativ. Daher entschlossen sich die fünf Teilnehmer unserer letzten offiziellen Skitour dieser Saison für zwei Tage ins Sellrain zu gehen.

Zunächst ging es dabei von Praxmar (1687 m) aus anspruchsvoll auf den 3005 m hohen Zischgeles. Bei strahlendem Sonnenschein und guten Schneeverhältnissen war die ca. 1300 Höhenmeter lange Abfahrt ein Genuss. Nach der Nächtigung auf der Dortmunder Hütte (2020 m) ging es am folgenden Tag durch das Mittertal zur Wechner Scharte (2758 m). Die für diesen Tag angekündigte Sonnenfinsternis war dabei aber kaum wahrzunehmen. Die Abfahrt zum Stausee bot zwar nicht die gleich guten Schneeverhältnisse wie am Vortag, dafür konnte die Tour aber auf der der Dortmunder Hütte bei Apfelstrudel und Kaffee gemütlich ausklingen.

15-03-20-2 Tour Wechner Wand   15-03-19-1 Dortmunder Hütte

12. – 15. März 2015: Skitouren vom Stützpunkt Westfahlenhaus

Glück muss man haben – dann geht’s bei herrlichen Bedingungen zur Sektionstour ins Sellrain. Schon der Hüttenanstieg von Lisens (1636 m) durchs Längental zum 2273 Meter hoch gelegenen Westfalenhaus erweckte bei den acht Teilnehmern erwartungsvolle Vorfreude. Zurecht – war doch die Tour am nächsten Tag über das Winnebachjoch zum Winnebacher Weißkogel (3185 m) mit Abfahrt bei besten Schneeverhältnissen über die südlichen Flanken des Ochsenkars in die Fernau bombig (die 150 hm Gegenanstieg zur Hütte sollen hier mal nicht kommentiert werden). Die Tour am nächsten Tag auf den Hohen Seblaskogel (3235 m) lies ebenfalls keine Wünsche offen (Hütten-Gegenanstieg: s.o.) – und das gleiche war’s am vierten Tag bei der Tour auf den 3217 Meter hohen Längentaler Weißer Kogel, wobei die Abfahrt über den ideal geneigten Längentaler Ferner geradezu traumhaft war. Selbst die letzten ca. 250 hm von der Längentalalm zum Fernerboden erwiesen sich diesmal als nicht so grimmig wie üblich – und die Kuchen im Gasthaus Lisens sind ja sowieso legendär!

010 Hoher Seblasdkogel   008 Westfahlenhaus

28. Februar – 01. März 2015: Ski- / Schneeschuh-Kombitour in den Tuxer Alpen

Unter der Leitung von Elisabeth Oswald (Schneeschuh-Geher) und Jonny Listl (Skitouren-Geher) stand die diesjährige Kombi-Wintertour in den Tuxer Alpen. Vom Lager Walchen (1400 m) stiegen die sechzehn Teilnehmer am Samstag zunächst auf zur Lizumer Hütte (2019 m) um dann am Nachmittag noch weitere 500 hm in Richtung Geier dran zu hängen. Bei gutem bis wechselhaftem Wetter erfolgte am Sonntag der Aufstieg zur Torspitze (2660 m), bevor es auf der Aufstiegsroute wieder zum Lager Walchen zurück ging.

15-02-28-5 Lizumer Hütte   15-02-28-1 Lizumer Hütte

22. Februar 2015: Skitour aufs Schwaiberhorn (1990 m)

Der Wetterbericht sagte ja nicht gerade bestes Skitourenwetter voraus – und so kam’s dann ja auch, als wir zu sechst zum Ausgangspunkt nach Kelchsau fuhren: leichter Schneefall und schlechte Sicht. Trotzdem konnte nach 1150 hm Aufstieg der Gipfel gefunden werden. Die Abfahrt gestaltete sich entsprechend teilweise als „Blindflug“, gewürzt durch zu Eis gefrorene Spurrillen, die durch den wenigen Neuschnee leider nicht überdeckt wurden. Hätte man die Tour verschieben sollen? Keinesfalls, war die einhellige Meinung, schließlich war’s doch eine ganz nette Tour!

07. Februar 2015: Skitour im Wintermärchenwald am Wank (1780 m)

Eigentlich stand ja der Schochen (2100 m) im Allgäu auf dem Programm, aber die angespannte Lawinensituation im Allgäu lies ein Umdenken als ratsam erscheinen und so wurde als Ausweichziel das 2135 Meter hohe Kleine Pfuitjöchl bei Lähn-Lermoos ausgewählt. Allerdings erwies sich die Verkehrsstau-Situation bei Eschenlohe-Garmisch als äußerst penetrant. Damit man die Zeit am Berg verbringen konnte und nicht im Auto sitzen musste, war schnell ein weiteres neues Ziel ausgedacht: der Wank (1780 m). Für die Skitourengruppe ergab sich nun eine schöne Formel: Ausweichziel + Ausweichziel = Winter-Märchenlandschaft. Nach dem üblichen langen Teilstück auf einem Fahrweg tauchte die Gruppe in den wunderschönen Waldanstieg auf den Wank ein. Tiefverschneite Bäume und tolle Ausblicke auf eine herrliche Winterlandschaft säumten den kurzweiligen Weg zum Gipfel. Nach einer gemütlichen Einkehr bei herrlichstem Sonnenschein auf dem Wankhaus war die Abfahrt über die aufgelassene, ehemalige Skipiste ein wahrer Genuss.

15-02-07-3 Wank   15-02-07-5 Wank

03. Januar 2015: Skitour auf den Hochries (1567 m)

Nachdem es nun endlich geschneit hat, konnte die erste für diese Saison geplante Skitour angegangen werden. Von Frasdorf – Parkplatz Lederstube, 640 m – mussten die Skier zwar kurze Zeit getragen werden, doch dann ging’s recht angenehm über Forstwege und Steige, vorbei an der Riesenhütte (1346 m) in 3,5 Std. zum Gipfel (1567 m). Auf die nach der Einkehr in der Gipfelhütte geplante Überschreitung des Abereck (1461 m) musste aufgrund des nahezu unfahrbaren „Faulschnees“ verzichtet werden, so dass die Abfahrt weitgehend über die Aufstiegsroute – mit Variante über die Frasdorfer Hütte (930 m) – erfolgte. Ab hier allerdings hieß es dann wieder weitgehend: Ski tragen schont den Belag und die Kanten.

IMG_4853

10.04.-13.04.2014: Skitouren-Saisonabschluss im Martelltal

Wie geplant führten uns die letzten Sektions-Skitouren dieser Saison auf die 2610 m hoch gelegene Marteller Hütte. Diese wurde, ausgehend von der Enzianhütte (2051 m) am Talschluss des Martelltals und vorbei an der Zufallhütte (2265 m)  in knapp 2 Stunden erreicht. Am nächsten Tag ging’s dann über den Fürkeleferner auf die Südliche Zufallspitze (3757 m), die nach 5 Stunden Aufstieg über ihren SO-Grat erreicht wurde. Anschließend erfolgte dann bei schönem Wetter der Übergang zum Monte Cevedale (3769 m). Nach der Abfahrt über den Zufallferner konnte auf der Marteller Hütte eine fantastische Doppel-Überschreitung gefeiert werden. Der dritte Tag führte dann zunächst auf die Cima Marmotta = Köllkuppe (3330 m). Während der eine Teil der Gruppe  mit der Abfahrt über den Hohenferner eine komplette Umrundung der Punta La Cuna = Konzenspitz  abschloss, fuhr der andere Teil vom Gipfel zunächst nach SO ab, um noch die Östliche Veneziaspitze (3356 m) von ihrer Südseite her zu besteigen. Die anschließende Abfahrt über den Schranferner im dichten Nebel und die verzwickte Wegführung zurück zur Hütte komplettierte schließlich eine  nahezu perfekte Tour. Leider konnte am Schlusstag die geplante Rückkehr zum Parkplatz über das Madritschtal wegen der schlechten Sichtverhältnisse nicht verwirklicht werden, so dass die Rückkehr zum Ausgangspunkt über den Aufstiegsweg erfolgen musste.

L1080320   L1080331   L1080335

13.03. – 16.03.2014: Skitouren von der Pforzheimer Hütte (2308 m)

Auch dieses Jahr wieder waren die nun schon traditionellen Skitourentage mit Stützpunkt Pforzheimer Hütte (2308 m) rasch ausgebucht – und schon beim Hüttenzustieg, ausgehend von St. Sigmund im Sellraintal (1500 m), gab’s erstaunliches zu sehen: aus sicherer Entfernung konnte der Abgang mehrerer Lawinen von den sonnen-beschienenen Osthängen des Mutenkogels  mit verfolgt werden – und das bei Gefahrenstufe 1. Am nächsten Tag erfolgte dann der Aufstieg zur Schöntalspitze (3008 m) über die Zischgenscharte und eine tolle Pulverschnee-Abfahrt über ideal geneigte Rücken, Mulden und Rinnen – mit dem Manko eines 120 Hm Gegenanstieges zur Hütte. Das spektakuläre Morgenrot am dritten Tag lies nichts Gutes vermuten, doch gelang noch am Vormittag der Aufstieg zur Südlichsten Sonnenwand-Scharte (3005 m) mit traumhafter Pulverschnee-Abfahrt ins Gleirschtal – leider wieder mit dem gleichen Gegenanstieg wie am Vortag. Warum nicht noch den Nachmittag nutzen? Also werden nochmals 500 Hm drangehängt zur Besteigung des Samerschlag-Schartlkopfes (2831 m), wobei uns der aufkommende Sturm fast aus der Spur wirft. Die Abfahrt wurde zum Traum – leider nur für „Blindflug“-Fanatiker, aber die sollen ja eher selten sein.

L1080264.1   L1080241

01.-04.03.2014: Ski- und Schneeschuhtour ins Fanes-Gebiet

Mit zwölf Teilnehmern gut besucht konnte wie geplant die viertägige Kombitour für Skifahrer und Schneeschuhgeher durchgeführt werden. Der eintägigen Anreise mit Aufstieg zur Faneshütte folgten an den Folgetagen die Aufstiege in Richtung Monte Castello und Richtung Heiligkreuzkofel bzw. Zehnerspitze, bevor es am vierten Tag wieder zurück Richtung Heimat ging.

14-03-01-03 ST-SST Fanes

22.02.2014: Ausweichskitour auf die Lampsenspitze, 2875 m

 Geplant war ja eine Skitour auf den Schochen im Allgäu, die aktuelle Schneelage aber erforderte auch diesmal wieder eine Programmänderung. Und so ging’s von Praxmar im Sellrain (1692 m) in Richtung Lampsenspitze. Durch den  in der Nacht zuvor gefallenen Neuschnee spurte man in dreieinhalb Stunden bis zum Skidepot, von dem aus zu Fuß in 20 Minuten der Gipfel (2875 m) erreicht wurde. Dem Gipfelaufenthalt bei herrlichem Sonnenschein folgte dann eine „Erste-Sahne-Pulverschnee-Abfahrt“ vom Feinsten.

14-02-22-02 Lampsenspitze

09. 02.2014: Ausweich-Skitour auf das Kreuzjoch (2556 m)

Geplant war eigentlich eine Skitour auf das 1990 Meter hohe Schwaiberghorn in den Kitzbüheler Alpen, aber die Schneelage in diesem Gebiet lässt Skitouren im freien Gelände derzeit nur schwerlich zu. Deshalb wurde auch diesmal eine schneesicherere Alternative in den Stubaier Alpen gewählt. Hinter dem Ort Haggen im Sellraintal starteten wir in einer Höhe bei 1880 Metern, mit dem Ziel der Besteigung des 2629 Meter hohen Mitterzaigerkopf. Aber Plan und Wirklichkeit müssen nicht immer übereinstimmen. Als nach 2:30 Std. Aufstieg das 2556 Meter hohe Kreuzjoch planmäßig erreicht war, wurde auf die Begehung des Gipfelgrates wegen der ausgeprägten Wechtenbildung und der enormen Packschneemengen verzichtet. Die Abfahrt bot zwar besten Pulverschnee, ließ aber wegen der sehr schlechten Sichtverhältnisse kaum echte Freude aufkommen.

14-02-09-02 Kreuzjoch

25.01.2014: Pulverschneetour auf den Widdersberg (2327m):

Nachdem die für diese Saison geplanten Skitouren wegen Schneemangels bisher leider ausfallen mussten, konnte jetzt endlich eine Ersatztour auf den Widdersberg durchgeführt werden. Vom 1560 Meter hohen Axamer Lizum aus ging’s durch das Lizumer Kar unterhalb der Kalkögel-Gruppe in zwei Stunden auf den Gipfel. Nicht nur das Wetter zeigte sich tourenfreundlich, auch die Schneelage war hervorragend, so dass die Abfahrt im Pulverschnee zum echten Genuss wurde.

14-01-25 Widdersberg-03

Tourenhinweise