14. – 17. August 2020: Unterwegs in den Walliser Alpen – Überschreitung Weissmies (4017m) und Lagginhorn (4010m)

Tourenleitung + Bericht: Korbinian Kern, Matthias Widmann

Zusammen mit 6 Teilnehmern ging es am 1. Tag vom Startpunkt in Saas Almagell entlang des Erlebniswegs zur Almagellerhütte.

Am 2. Tag wurde die Weissmies (4017 m) über den technisch leichten Südgrat bestiegen. Der Gipfel wurde bei bestem Wetter nach 4 Stunden erreicht.  Der Abstieg nach Norden erfolgte über den vergletscherten Normalweg zur Hohsaas Hütte.

Am 3. Tag ging es dann sehr anspruchsvoll in ausgesetzter Kletterei über den Südgrat (Stellen III) auf das Lagginhorn (4010 m).  Auch hier wurde der Gipfel überschritten und die Normalroute im Abstieg begangen. Die Tour fand nach 14 Stunden Gesamtgehzeit ihr Ende auf der Weissmieshütte.

Am letzten Tag erfolgte noch der Abstieg zurück nach Saas Grund und somit wurden beide 4000er ohne Hilfe von Seilbahnen erobert.

09. – 11. August 2020: Im Ötztal – mit Erwachsenen und Kindern auf den Glockturm (3356 m)

Tourenleitung: Martha Hofberger, Peter Sturm, Frank Schlecht; Bericht: Martha Hofberger

Voller Vorfreude auf die kommenden Tage starteten 24 Teilnehmer, darunter auch 12 Kinder, am Sonntagmorgen vom Vereinsheim aus nach Pfunds und weiter ins Radurschltal. Der Aufstieg zum Hohenzollernhaus, das auf 2123 m liegt, wurde mit der Materialseilbahn erleichtert, da man doch mit Steigeisen, Klettersteigset und Kletterseilen einige Kilos am Material dabei hatte.

An der Hütte angekommen, gab es nach dem Mittagessen und der Schlafplatzverteilung für jeden  noch die Möglichkeit sich im Klettergarten, der von Peter Sturm eingerichtet und gesichert wurde, beim Übungsklettersteig, der von Frank Schlecht gelehrt und mehrmals durchstiegen werden konnte, oder sich bei herrlichstem Sonnenschein auf der Wanderung unter Führung von Martha Hofberger auf den „weglosen“ Vorgipfel des Wildnöderer auszutoben. Hungrig aber glücklich trafen sich die kleinen und großen Bergsteiger zum Abendessen an der Hütte, wo noch gespielt, geratscht und gelacht wurde.

16 Teilnehmer entschieden sich am folgenden Tag, den Glockturm, der mit 3356 Meter der höchste Gipfel im Umkreis des Hohenzollernhauses ist, zu besteigen. Nach dem Frühstück und der Materialvergabe ging es voller Elan auf den Weg der mit 4,5 Std. angeschrieben war Richtung Gipfel. Mit jedem Schritt stieg die Spannung, da es doch für die meisten Teilnehmer die erste Gletscherbegehung mit Steigeisen war. Der lange, aber wunderschön angelegte Weg, der durchs Hüttekar Richtung Gletscher führte, war mit Weidedurchquerung, Blockgelände und Schutthängen sehr abwechslungsreich  und deshalb auch für die Kinder nicht langweilig.  Am Gletscherrand angekommen wurden während einer größeren Pause die Steigeisen angelegt und anständig Brotzeit gemacht.

Da der Gletscher „aper“ war und sich keine  Spalten aufzeigten, wurde auf das Anseilen verzichtet und so konnte jeder in seinem Tempo und seiner eigenen Wegführung das Eis überqueren. Am Riffeljoch (3149 m) angekommen bot sich eine traumhafte Weitsicht auf die hohen Ötztaler Alpen mit Weißseespitze, Weißkogel und Co. Die Steigeisen wurden am Joch abgenommen, und im Block- und Schuttgelände führte der Weg die letzten 200 Höhenmeter zum aussichtsreichen Gipfel. Eine tolle Gruppenleistung, da doch die jüngsten Teilnehmer erst 9 und 10 Jahre  alt waren. Peter und Martha, waren stolz auf die kleinen und großen Bergsteiger und verteilten diesmal keinen Gipfelschnaps sondern leckere Süßigkeiten.  Die Gipfelrast viel großzügig aus, da man inklusive aller Pausen in den genannten 4,5 Stunden am Gipfel stand. Der Abstieg erfolgte auf demselben Weg, der an einem “ Badesee“ vorbeiführte. 2019 staute ein riesiger Murenabgang einen kleinen Fluss zu einem See. Aufgrund der Hitze nutzte der ein oder andere die Möglichkeit und sprang in das kühle Nass.

Frank führte an diesem Tag die restlichen Bergsteiger, die keine Gletscherbesteigung unternehmen wollten, auf die 3043 Meter hohe Nauderer Hennesiglspitze. Weniger Höhenmeter, dafür mehr Strecke bewirkte, dass die Gruppe zeitlich mittags mit der Glockturmgruppe am Gipfel standen. Fast auf die Minute wurden von ein zum anderen Gipfel what‘s-App Fotos ausgetauscht, auf denen nur glückliche Bergsteiger zu sehen waren. Auch unter dieser Gruppe waren die jüngsten Teilnehmer erst 9 Jahre alt und für den Ein oder Anderen war es der erste 3000er.

An der Hütte angekommen zog noch vor dem Abendessen ein Gewitter auf, und so verbrachte man den Abend in der Hütte mit Kartenspielen und Ratschen.

Noch etwas ausgepowert von den letzten beiden Tagen entschied sich die Gruppe, den letzten Tag gemütlicher anzugehen.   Peter kümmerte sich wiederum im Klettergarten um die kletterhungrigen Bergsteiger, ein Teil vergnügte sich am Spielplatz oder am Wasser vor der Hütte. Frank und Martha bestiegen mit 4 Teilnehmern den 3005 Meter hohen Wildnörderer der trotz des weiten Anstieges in 2Std. und 15 Minuten zügig erreicht wurde. Nach einer Gipfelrast mit Rundumsicht ging es auf demselben Weg zurück und nochmals abschließend an den Badesee, wo sich die ganze Gruppe noch einmal zum Baden und wasserplantschen traf. Nach dem leckeren Mittagessen ging es für die Teilnehmer zum Abstieg, der wiederum mit der Materialseilbahn erleichtert wurde.  Glücklich und zufrieden konnte die Heimreise angetreten werden.

Resümee dieser Veranstaltung:  3 zufriedene Tourenleiter und 21 glückliche kleine und große Bergsteiger.

24. – 26. Juli 2020: Hochtour im Pitztal – Verpeilspitze (3425 m)

Drei Teilnehmer hatten sich für diese von Thomas Funk ausgeschriebene und geführte Drei-Tage-Hochtour im Pitztal angemeldet.

Am Anreisetag in Plangeroß angekommen regnete es in Strömen, doch dauerte dieser Regenguss nur gut zwanzig Minuten. Die Gruppe konnte die Regensachen wieder wegpacken und direkt zur Kaunergrathütte (2817 m) aufsteigen. Da am späten Nachmittag sogar die Sonne herausspitzte, ließ es sich die Gruppe nicht nehmen und stieg von der Hütte gleich noch auf die 3091 Meter hohe Partleswand. Beim Abstieg zur Hütte geriet man in einen Graupelschauer, der später in Schneefall überging.

Die für den nächsten Tag vorgesehene Besteigung der Verpeilspitze (3425 m) musste daher über verschneites Gelände angegangen werden. Hier war Kletterei mit angelegten Steigeisen nötig. Der Abstieg erfolgte dann bei wechselnden Sonne-Wolken-Verhältnissen mit nachfolgendem, zunächst sehr anspruchsvollen, Gegenanstieg aufs Madatschjoch, das über einen Klettersteig erreicht wurde. Von hier aus wurde über schuttiges Gelände die Verpeilhütte (2015 m) erreicht. Auf der sehr schön gelegenen Hütte konnte die Gruppe einen ebenso schönen Sonnenuntergang genießen.

Am dritten Tag wurde zunächst von der Hütte zum Verpeiljoch (2804 m) aufgestiegen, bevor in ständigem Auf und Ab der Mittelbergsee erreicht war. Weiter ging es dann bis ins Tal nach Köfels.

Fazit: Die Gruppe wurde dafür belohnt, dass die Tour trotz eher ungünstiger Wettervorhersage durchgeführt wurde, erwies sich die lokale Wetterlage doch wider Erwarten als recht gut – auch wenn sich die Besteigung der Verpeilspitze wegen des am Vortag gefallenen Neuschnees als anspruchsvoller erwies, wie zunächst gedacht.

17. – 20. Juli 2020: Erlebnis Westalpen: Überschreitung von Piz Palü (3900 m) und Piz Bernina (4048 m)

(Führung: Martha Hofberger, Matthias Widmann, Thomas Brock (Bericht)

1.Tag: Voller Motivation starteten 9 erwartungsfrohe Hochgebirgler am Vereinsheim in Aichach Richtung Schweiz. Am Parkplatz der Diavolezza-Bergbahn waren dann alle 10 Teilnehmer versammelt und der Aufstieg zur Diavolezza, eher Berghotel als Hütte, ging leicht und fröhlich von Hand. Das Ziel des nächsten Tages, der Piz Palü mit seinen drei schneebedeckten Gipfeln, hüllte sich noch in Wolken. Dennoch war die atemberaubende Kulisse der sich vor uns aufbauenden Berge schon zu erahnen. Nach einem leckerem aber nicht übermäßig reichlichen Abendessen ging es für eine kurze Nacht ins Bettenlager.

2.Tag: Morgens, 3.00 Uhr klingelt der Wecker. Trotz der frühen Stunde ist die Vorfreude aller deutlich zu spüren. Mit einem durch das überraschend vielseitige Frühstück gefüllten Bauch gehen   wir nun endlich in Richtung Gletscher. Vor uns zeigte sich der Berg im Morgenlicht von seiner schönsten Seite, und die Spur lag nun klar vor uns. Man begann mit jedem Schritt die wachsende Höhe zu spüren. Den Aufstieg über den von einigen Spalten gesäumten Gletscher konnten wir trotzdem alle genießen. Bei unerwartet hohen Windgeschwindigkeiten und niedrigen Temperaturen erreichten wir im schönsten Sonnenschein über den Ostgrat zuerst den Ostgipfel und über einen wenig schwierigen Schneegrat endlich freudentaumelnd den Hauptgipfel des Piz Palü (3900 m). Der Abstieg über den fast kaum zu bemerkenden Westgipfel und den einfach zu kletternden Spinasgrat (II) bereitete allen Teilnehmern, ob mit oder ohne Steigeisen an den Füßen, große Freude. Die letzten Meter zur Hütte Marco e Rosa waren durch die traumhaft und beinahe bizarr anmutenden Séracformationen der Bellavista besonders beeindruckend.  Nach einem einfachen, aber reichlichen Abendessen fielen wir erschöpft ins Bett.

3.Tag Der Wecker um 5.00 Uhr morgens war wenig störend im Anbetracht des Zieles – des Piz Bernina. Nach einem typischen italienischen Frühstück stiegen wir über den steilen, dafür aber kurzen, Gletscheraufschwung zum  Beginn des Spallagrates (II) auf. Hier zunächst die ernüchternde Einsicht, dass leider viele Bergsteiger dasselbe Tagesziel hatten. Trotz Staus, Wartezeiten und Seilsicherung erreichten wir mit Freude im Herzen und einem Lächeln auf den Lippen nach einer fantastische-schönen Kletterei den Gipfel des höchsten Berges der Ostalpen (4048 m).  Ein Ausruf des Glücks seitens eines der Teilnehmer gab dem Gefühl der Begeisterung in unserer Brust den besten Ausdruck. Für 3 der Gipfelstürmer der erste 4000er. Was für ein Hochgefühl! Der Abstieg und das Abseilen ebenfalls über den Spallagrat ging schnell, und wir traten nach kurzer Rast den Rückweg zur Diavolezza an. Abermals vorbei an den gewaltigen Eisformationen der Bellavista und weiter zum Fortezzagrat. Die Abseilstellen waren bald gefunden und alle Teilnehmer befanden sich sicher am Ende des Grates.  Man merkte die immer schwerer werden Beine, die Anstrengung der letzten Tage waren deutlich spürbar, aber die Diavolezza war bereits in Sichtweite. Über Schneefelder und aperen Gletscher führten uns die letzten Meter bis zur letzten Herausforderung des Tages: der zermürbende Gegenanstieg zur Hütte hinauf. Doch auch dieser war bald geschafft, und wir saßen glücklich und zufrieden auf der Sonnenterasse und genossen bis zum späteren Abend in ausgelassener Stimmung das Erlebte.  Am nächsten Tag brachte uns die Bergbahn zurück ins Tal und einige von uns traten, um einige wertvolle Erfahrungen reicher, die Heimfahrt an.

 20. – 22. Juli: Anschlusstour – Herausforderung Biancograt

Im Anschluss an die Führungstour Piz Palü / Piz Bernina stellten sich noch  fünf der Teilnehmer der privaten Herausforderung des Biancogrates auf den Piz Bernina. So genossen wir gleich im Anschluss den Aufstieg durch das paradiesisch anmutende Val Rosegg hinaus zur Tschiervahütte. Nach einem mehr als guten Abendessen legten wir uns mit großer Vorfreude ins Bett. In der Nacht um 2:45 Uhr rief der schon fast gewohnte Klingelton zum Aufbruch. Der erhabene Biancograt zeichnete sich bereits jetzt gegen den sternenerleuchteten Nachthimmel ab. Mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Begeisterung stiegen wir trotz kurzer Wegfindungsstörung über den steilen Gletscher zur Fuorcla Prievlus auf. Nach kurzer Erholungspause führte uns der erste Felsgrat in wunderschöner Kletterei (II bis III) einschließlich luftiger Abseilstelle bis zum Beginn des eigentlichen Biancogrates. Hier verstanden wir nun den Zauber um diesen Mythos, der jeden Bergsteiger in seinen Bann zieht. Über den Firngrat stiegen wir bei perfekten Bedingungen, zuerst im tollen Bergpanorama, später in zunehmend umschlossener Wolkendecke, zum Piz Bianco auf. Hier lockte der zweite Felsteil mit zwei Abseilstellen, einem sehr interessanten Übertritt und griffiger Kletterei bis zum III Grat. Als wir am Gipfel anlangten fielen wir uns jubelnd in Arme und störten uns dabei nicht am Wetter, das uns nun vollends in Wolken hüllte. Da schon die ersten Schneeflocken fielen, beeilten wir uns mit dem Abstieg über den Spallagrat und erreichten am frühen Nachmittag die Marco e Rosa Hütte, in der wir aufgrund des schlechten Wetter müde aber glücklich die Nacht verbringen durften.  Am nächsten Morgen ging der bereits bekannte Abstieg über Bellavista und Fortezzagrat flott vonstatten. So saßen wir bald abermals überglücklich und das wohlverdiente Bier trinkend auf der Terrasse der Diavolezza Hütte. Der Abstieg musste diesmal zu Fuß erledigt werden, und wir konnten kurz nach Mittag die Heimreise antreten. Ein großartiges Bergabenteuer das wir so schnell nicht vergessen werden.

10. – 12. Juli 2020: Gipfeljagd im Ötztal – Spiegelkogel (3424 m) + Schalfkogel (3540 m)

(Führung und Bericht: Martha Hofberger und Fabian Altmann)

Tag 1: Hüttenaufstieg und erster Gipfel

Nach der gemeinsamen Anreise in das Bergsteigerdorf Vent beginnen wir mit dem Aufstieg in Richtung Ramoljoch. Der Weg führt uns zunächst durch einen verwunschenen und mit Flechten übersääten Wald, bevor wir die verfallene Ramolalm erreichen. Hier hat man bereits einen guten Blick auf Similaun, Wildspitze und andere umliegende Berge. Über blühende Wiesenhänge geht es hinauf, bis die Landschaft schließlich etwas rauer und felsiger wird. Wir steigen das Tal weiter hinein, und der Blick fällt immer wieder auf unser erstes Gipfelziel, den 3424 m hohen Spiegelkogel. Vor uns liegt die steil abfallende Nordwand, welche ihr blankes Eis zeigt. Diese lassen wir allerdings rechts liegen und setzen unseren Aufstieg fort. Wir entscheiden uns, über den Gletscher bis zum Gipfelgrat aufzusteigen. Doch ein Blick in den Himmel lässt nichts Gutes erahnen. Um uns herum sieht es ziemlich schwarz aus, und in der Ferne hört man bereits ein Donnern. Kurz nass werden wir, als wir den Grat erreichen und das Ramolhaus nicht mehr weit entfernt ist. Der Gipfel des Hinteren Spiegelkogel ist nur noch eine halbe Stunde entfernt. Doch wie aus dem Nichts öffnet sich ein kleines Wetterfenster und der Gipfel liegt vor blauem Himmel. Wir nutzen die Chance und steigen über Blockgelände im 2. Schwierigkeitsgrat hinauf zum Gipfel. Dort angekommen, sehen wir umliegende 3000er. Das nächste Gewitter rollt bereits auf uns zu und so bleiben wir nicht lange am Gipfel sitzen. Wir steigen den Grat hinab und erreichen gerade noch vor dem nächsten Regenschauer die Schutzhütte.

Tag 2: Eine Kaltfront schlägt zu – erzwungener Ruhetag

Der Wecker klingelt und der Blick aus dem Fenster lässt uns nur mühsam aus dem Bett kommen. Wir sehen nichts, nur Nebel und Regen soweit das Auge reicht. Wir frühstücken ausgiebig und hoffen auf ein kleines und trockenes Wetterfenster, doch wir warten vergebens. Wir vertreiben uns die Zeit am Kamin und reden über weitere Touren und Gipfel, bevor wir den Tag endgültig bei gutem Essen ausklingen lassen.

Tag 3: Nach jedem Tief kommt ein Hoch – auf zum nächsten Gipfel

Am letzten Tag blicken wir aus dem Fenster und sehen wieder nur Nebel. Doch diesmal hällt er sich nicht lange und wir sind voller Vorfreude auf gutes Wetter und einen weiteren 3000er Gipfel. Wir verlassen die Hütte, bewegen uns immer an der oberen Nebelgrenze und steigen ohne Höhenverlust ein Band entlang in Richtung Schalfkogel, welcher unser heutiges Tagesziel darstellt. Der Schnee ist gefroren und so kommen wir zügig voran. Die Stimmung und die Landschaft sind an diesem Morgen ziemlich beeindruckend und unbeschreiblich schön. Der Fels, vom Gletscher glattgeschliffen, kein Wind und nur leises Wasserrauschen ist zu hören, die ersten Sonnenstrahlen wärmen unser Gesicht. Am Gletscher angekommen gehen wir gesichert direkt auf den Gipfel zu. Wir entscheiden uns für die Überschreitung und wählen den etwas anspruchsvolleren und steileren Gipfelanstieg. Überglücklich kommen wir auf 3540 m an, und die Fernsicht lässt uns schnell einige markante Gipfel in der Ferne beim Namen nennen. Marmolada, Langkofel, Ortler und sogar Piz Bernina, welcher der östlichste 4000er der Alpen ist, sind schnell ausfindig gemacht. Lange schweifen unsere Blicke in die Ferne bevor wir uns an den Abstieg machen. Der Weg führt uns über eine Wechte zurück zu unserer Aufstiegsspur und zum Ramolhaus. Dort bewerten wir unsere gelegte Aufstiegsspur zum Gipfel und sind glücklich und zufrieden. Nun heißt es Abschied nehmen und den Rucksack neu zu packen, denn wir müssen zum Ramoljoch aufsteigen um zurück nach Vent zu gelangen. Zum Joch selbst gehts über einen versicherten Steig, bevor wir über  unseren Aufstiegsweg zurück zur Ramolalm gelangen. Ein wunderschönes Wochenende mit vielen schönen Eindrücken geht zu Ende.

24. – 28. Juni 2020: 5 Tage – Hochtouren- und Gletscherkurs von der Franz Senn Hütte

An dem 5-tägigen Hochtouenkurs mit Spaltenbergung auf der Franz Senn Hütte, der von Martha Hofberger, Thomas Brock und Frank Schlecht organisiert und durchgeführt wurde, beteiligten sich 13 Teilnehmer.

Weil man das schöne Wetter ausnützen wollte, ging es am Mittwoch morgens um 5.00 Uhr nach Neustift ins Stubaital. Nach dem einstündigen Aufstieg zur Franz Senn Hütte (2145 m) und einer kleinen Mittagspause marschierten die Bergsteiger Richtung Innere Sommerwand (3122 m). Der schneebedeckte Gletscher konnte am Seil ohne Steigeisen überquert werden. Die letzten Höhenmeter im I-er Gelände wurden von allen Teilnehmern mit Bravour gemeistert. Nach einer kurzen Gipfelrast mit wunderbarer Aussicht auf die umliegenden Berge ging es auf demselben Weg zurück zur Hütte, wo schon das Abendessen bereitstand.

Da auch für den zweiten Tag schönstes Bergwetter vorausgesagt wurde, nahm die Gruppe den Aufstieg sehr früh über den Berglasferner zum 3177 m hohen Vorderen wilden Turm in Angriff. Auf dem Weg dorthin wurde während einer Pause das Gehen mit Steigeisen im Firn und das Graben eines T-Ankers geübt. Auf dem Weg zum Gipfel zeigte sich am Gletscher eine große Spalte die zur späteren Spaltenbergung  einlud. Der Gipfel des Vorderen wilden Turmes wurde über gesichertes Blockgelände nach ca. 1100 hm erreicht. Vom Gipfel herunter ging es am Seil, da gleich das Ablassen der Teilnehmer umgesetzt wurde.

Da sich die Wolken verdichteten und sich Regen anbahnte ging es auf dem kürzeren Weg über den Turmferner zurück zur Hütte, die noch vor Eintreffen des Regens erreicht wurde.

Am Freitag noch vor dem Frühstück ging es für zwei Teilnehmer bei Sonnenaufgang an den Edelweiß-Klettersteig der in Hüttennähe zum Morgensport einlud.

Nach dem Frühstück zog der Himmel zu und es begann zu regnen, was die Teilnehmer nicht daran hinderte an den umliegenden Felsen den „Standplatzbau“, das „Abseilen“ und das „Ablassen“ zu üben. Nach einer längeren Mittagspause zeigte sich nachmittags der Himmel gnädig, und bei der Spaltenbergung am Fels, sowie der Selbstrettung am Hüttentreppen-geländer zeigt sich wieder die Sonne. Nach dem Abendessen gab es im Seminarraum noch eine kurze Einweisung in die Umweltbildung.

Der Samstag erwies sich als genialer Tag für die Spaltenbergung am Gletscher. Gemeinsam marschierten die interessierten Teilnehmer bis an den Gletscherrand des Berglasferners. Dort angekommen teilte sich die Gruppe. Thomas Brock und Frank Schlecht unterstützt von Wolfgang und Alexander kümmerten sich um Aufbau und Hintersicherung bei der Spaltenbergung, während Martha Hofberger den Rest der Gruppe „Stürzen im Schnee“, und „Orientierung“ lehrte. Das Highlight der fünf Tage war für alle Teilnehmer in einer „echten“ Gletscherspalte zu hängen und daraus „gerettet“ zu werden. Zeitgleich wurde von Martha Hofberger der „Eisstand“, das Bohren einer „Abalakov- Eisuhr“ und die Steigeisengehtechnik im 45 Grad steilen Eisgelände geübt. Glücklich und zufrieden ging es auf die Sonnenterasse der Hütte, wo ausgiebig gefeiert wurde. Nach dem Essen ging es noch einmal in den Seminarraum zum Unterricht in Erster Hilfe, dem Kartenlesen und der Tourenplanung. Für die Abschlusstour am letzten Tag teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen auf. Während die erste Gruppe den Hüttengrat auf die Vordere Sommerwand (2679 m) gesichert im II-er Gelände bestieg, wanderte die andere Gruppe auf die 3003 m hohen Rinnenspitze und den Rinnensee der auf 2644 m noch schneebedeckt lediglich  einen (!) Teilnehmer zum „Baden“ einlud.

Nach dem Mittagessen auf der gut bewirteten Hüttenterrasse wurde der Abstieg in Angriff genommen  –  alle Teilnehmer zeigten sich glücklich und zufrieden.

13. – 16. September 2019: Ost-West-Überquerung des Dachstein-Massivs (2995 m)

Vier Tage waren neun Hochtourengeher unserer Sektion unter Leitung von Martha Hofberger im Dachsteingebiet unterwegs, um das Massiv von Ost nach West zu überqueren. Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte am ersten Tourentag der siebenstündige Aufstieg von Obertraun zum Guttenberghaus (2147 m). Rund 1800 Höhenmeter und mehr als 15 km mussten für diese erste Etappe zurückgelegt werden.

Am nächsten Morgen führte der Weg in 4 ½ Stunden über die Feisterscharte und über die Hochebene des Dachsteins zum Gjaidsteinsattel und den Hallstätter Gletscher zur neuerbauten Seethalerhütte (2740 m). Dort stärkten sich die neun Bergsteiger, ehe über den  Klettersteig am Dachstein (Kategorie A/B) die letzten 250 m zum Gipfel (2995 m) in Angriff genommen wurden. Herrliche Fernsicht lud zur Gipfelrast mit Schnapserl ein. Der weitere Weg führte hinab zum Großen Gosaugletscher, der am Seil gesichert überquert wurde, und zur Adamekhütte (2196 m), wo man ermüdet, aber glücklich zum Abendessen eintraf. Ein gigantischer Sonnenuntergang beendete die beeindruckende Szenerie des ganzen Tages.

Am dritten Tag führte die  4 1/2-stündige Etappe erneut durch den steinigen Hochgebirgskarst auf die streckenweise mühsam zu begehende Route über die Hoßwandscharte (2197 m) und den Hohen Trog (2354 m) vorbei am Sockel des Hoßwandgrates  zur Simonyhütte (2206 m). Nach einer Kaffeepause ließen es sich drei Sportler nicht nehmen und bestiegen den hüttennahen Schöberl (2422 m), der von drei Seiten via Klettersteig bestiegen werden kann. Mit Vertiefung der Knotenkunde auf der Hüttenterrasse und der Geburtstagsfeier eines Bergsteigers ging der Tag zu Ende.

Am letzten Tag führte der Weg nur noch bergab. Vorbei am schöngelegen Wiesberghaus (1873 m), der verlassenen Tiergartenhütte und durch den „Gletschergarten“ ging es in vier Stunden nach Hallstatt zum Hallstätter See. Zwei der Teilnehmer liefen die letzten 6 km noch zu Fuß zum Parkplatz in Obertraun um dort den Vereinsbus abzuholen, in dem die Teilnehmer gut nach Hause gefahren wurden.

24. – 25. August 2019: Hochtour auf die Hohe Geige (3395 m)

Sechs unserer Mitglieder beteiligten sich an der von Elisabeth Oswald geführten Hochtour auf die Hohe Geige. Am ersten Tag erfolgte zunächst der Aufstieg über  ca. 730 Höhenmeter von Plangeros im Pitztal (1600 m) zur Rüsselsheimer Hütte (2328 m), der in etwa 1:30 Stunden bewältigt wurde. Der nächste Tag galt dem Anstieg auf den Gipfel der Hohen Geige (3395 m) über den Westgrat, mit Stellen im 1. Und 2. Schwierigkeitsgrad. Teilweise erleichterten Seilversicherungen den etwa dreistündigen Aufstieg. Nach kurzer Gipfelrast stieg die Gruppe über den „Normalweg“ (Stellen I) in ca. 2:30 Stunden zur Hütte ab und nach einer erholsamen Rast weiter bis  zum Parkplatz.

17. – 18. August 2019: Hochalpine Wanderung zur Hochstubaihütte

Diese Tour, die als hochalpine Wanderung unter Leitung unserer 1. Vorsitzenden Elisabeth Oswald ausgeschrieben war, startete von Sölden im Ötztal (1364 m) aus und führte zunächst über die sog. „Himmelsleiter“ zur Hochstubaihütte (3172 m). Trotz des langen Aufstiegs über gut 1800 Höhenmeter zur Hütte wurde von den sechs Teilnehmern gleich noch der Hohe Nebelkogel (3211 m) als erstes Gipfelziel mitgenommen. Am nächsten Tag erfolgte von der Hütte aus der kurze, aber abwechslungsreiche Anstieg auf die Warenkarseitenspitze (3345 m). Nach der erfolgreichen Überschreitung und einer kurzen Einkehr auf der Hochstubaihütte erfolgte anschließend der lange Abstieg zurück nach Sölden.

10. – 11. August 2019: Super Tour auf den „König“ Ortler (3905 m)

Von Sulden im Vinschgau starteten 4 Teilnehmer unter Leitung von Korbinian Kern und Matthias Widmann die geplante Ortler Besteigung. Der Ausgangspunkt für die Gipfelbesteigung, die Payerhütte (3029 m), verlangte 1200 hm Zustieg und konnte trocken mit zusätzlicher Rast auf der Tabarettahütte erreicht werden. Weiter ging es am Sonntagmorgen um 5 Uhr über zum Teil sehr exponiertes Gelände. Absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sowie sicheres Klettern im 2er-Gelände ist hier Grundvoraussetzung. Die Temperaturen waren angenehm warm und die morgendliche Wolkenstimmung brachte alle Teilnehmer zum Staunen. Nachdem auch die schwierigsten Kletterstellen (III) gesichert überwunden waren, ging es über einige große Gletscherspalten sowie Gletscheraufschwünge, die bis zu 40° steil sind, auf das sogenannte Ortlerplatt. Hier neigt sich der Gletscher zurück und nach insgesamt 4 Stunden Aufstieg wurde der Gipfel erreicht. Der Abstieg erfolgte auf dem gleichen Weg, wobei über die schwersten Kletterstellen abgeseilt wurde.

02. – 04. August 2019: Über den Westgrat auf die Marmolada (3343 m)

Das Dach der Dolomiten zu überschreiten, das war das Ziel der zwölfköpfigen Gruppe, die sich unter Leitung von Werner-Isi Guckert ins Herz der Dolomiten aufmachten. Unterstützt von Wolfgang Linck, Frank Schlecht, Christian Treml und Michael Zanker stieg die Gruppe zunächst vom Fedaiasee (2045 m) aus  zur Refugio Fiacconi (2626 m). Von hier aus ging es am zweiten Tag zunächst über Gletscher, dann über den Westgrat-Klettersteig (450 hm) auf die Punta di Penia (3343 m), den Hauptgipfel der Marmolada. Kälte und starker Wind ließen hier ein längeres Verweilen nicht zu und so erfolgte umgehend der Abstieg zur Riffugio Fiacconi, die über eine steile Rinne  und den spaltenreichen Marmoladagletscher bald erreicht war. Nach einer zweiten Übernachtung auf der Hütte erfolgte der weitere Abstieg und die Rückkehr nach Aichach. Eine großartige Tour!

19. – 21. Juli 2019: Über den Augsburger Höhenweg

Diese Tour hätte  sicher mehr als die drei Teilnehmer verdient, die nach einigen Absagen noch übrig geblieben waren. Bei den beiden von Thomas Funk geführten Teilnehmern jedenfalls herrschte volle Begeisterung – trotz aller  Anstrengung.

Am ersten Tag erfolgte bei durchaus schönem Wetter der Aufstieg über das Madautal zur Ansbacher Hütte.

Am zweiten Tag war Ausdauer angesagt, dauert doch der anstrengende Augsburger Höhenweg zur Augsburger Hütte ganze zehn Stunden. Da noch Schneefelder vorhanden waren und die Gruppe an diesem Tag die Erste war,  mussten teilweise Steigeisen und Pickel benützt werden. Trotz optimalen Wetterbedingungen waren nur vier andere Bergsteiger mit demselben Ziel unterwegs.

Am dritten Tag ging es über den Gutschkopf und den Spielerweg zur Memminger Hütte – einem Wegabschnitt der fast als Verlängerung des Augsburger Höhenweges betrachtet werden kann. Rein erlebnismäßig war dieser Abschnitt noch eindrucksvoller und interessanter, mussten doch die teilweise Drahtseil versicherten Felspassagen aufgrund der anfänglichen Regenschauer besonders vorsichtig begangen werden. An der Talstation der Materialseilbahn angekommen schien wieder die Sonne – und voll zufrieden wurde die Heimfahrt mit dem Bus angetreten.

05. – 07. Juli 2019 Ladiestour von der Winnebachseehütte ( Stubaier Alpen)

Am Freitag erreichten fünf Ladies unserer Sektion unter Führung von Mirjam Frede und Monika Waldvogel nach zweistündigem Aufstieg von Gries im Ötztal (1572 m) die Winnebachseehütte (2362 m) in den Stubaier Alpen. Das schöne Wetter wurde anschließend noch für eine kleine Erkundungstour auf die Ernst-Riml-Spitze (2512 m) genutzt. Von dort bekam die Gruppe einen guten Einblick in die vorherrschenden Tourenverhältnisse. Vor dem Abendessen stand noch „Wellness“ auf dem Programm: Kneippen im Winnebachsee (ziemlich kalt…)

Das Gipfelziel für den Samstag war der Breite Grieskogel (3287 m). Der Aufstieg erfolgte entlang dem Winnebachsee, dann flach ansteigend ins Winnebachkar. Nun in Serpentinen, z.T. über gut begehbare Altschneefelder bis kurz unters Zwieselbachjoch (2870 m). Hier wendet sich der Weg nach Westen  und bei ca. 3000 m wird der Grieskoglferner erreicht. Weiter mit Pickel und Steigeisen am  spaltenfreien Gletscherrand und über den leichten Blockgrat zum aussichtsreichen Gipfel .

Nach Überschreitung des Breiten Grieskogels wurde der hier nicht spaltenfreie Gletscher in Seilschaft überquert, um wieder zurück zur Aufstiegsspur zu gelangen. Ein kurzes Steilstück  wurde mit einem Fixseil versichert.  Beim weiteren Abstieg verschlechterte sich das Wetter zunächst, machte aber nochmal eine Pause damit die Ladies auf der Hüttenterrasse den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen konnten. Erst beim Abendessen kam das angekündigte Gewitter.

Die Schauer zogen sich bis in den Sonntagvormittag. Doch bald gab es ein Wetterfenster und so konnte noch der Gänsekragen (2915 m) über einen anspruchsvollen Steig durch steiles Fels- und Schrofengelände erklettert werden. Erst nach dem Abstieg von der Hütte ins Tal, mit dem Schließen der Bustüre des neuen Vereinsbusses, kam der nächste Regenguss. Perfektes Timing!

28. Juni – 01. Juli 2019: Gletscherkurs und Hochtouren von der Bremer Hütte (2314 m)

Zwölf Sektionsmitglieder machten sich bei dieser viertägigen Veranstaltung  von Gschnitz – Gasthof Feuerstein (1280 m) im Stubaital auf, um bei hochsommerlichen Temperaturen nach vierstündigem Aufstieg endlich die Bremer Hütte (2314 m) zu erreichen. Anschließend erhielten die Teilnehmer von den beiden Tourenleitern Elisabeth Oswald und Martha Hofberger eine Einführung in Kartenkunde, Orientierung, Gehen und Stürzen im Schneefeld, Knotenkunde und Sicherungstechnik.

Praktische Anwendung des Gelernten war dann am nächsten Tag beim Aufstieg zum Östlichen Feuerstein (3268 m) angesagt. Aufgrund der zahlreichen zeitraubenden Schneefelder beendeten einige der Teilnehmer auf der Nürnberger Scharte (2911 m) den Aufstieg, während der „schnellere Rest“  den Weiterweg über den Gletscher antraten und gegen Mittag zu siebt den Gipfel erreichten.

Der dritte Tag galt dann dem achtstündigen Übergang von der Bremer zur Innsbrucker Hütte. Drei der Teilnehmer allerdings standen schon um vier Uhr früh auf, um vorher noch „im Eiltempo“ die hüttennahe Wetterspitze (3052 m) zu besteigen um dort den Sonnenaufgang zu erleben. Nach dem anschließenden gemeinsamen Frühstück ging es dann wieder für alle auf den langen Weg, vorbei am Lauersee und über die Pramarspitze zum Pinsjoch, wo die  Innsbrucker Hütte (2370 m) endlich erreicht war.

Am vierten und letzten Tag stand der Habicht (3277 m) auf dem Programm. Nachdem der Wetterbericht für nachmittags Gewitter voraussagte, wurde wiederum frühzeitig gestartet. Der dreistündige Anstieg führte über drahtseilversicherte Stellen und  steile Schneefelder, die problemlos überwunden wurden. Am Gipfel bot sich eine gute Fernsicht, wobei man das herannahende Gewitter erkennen konnte. Beim Abstieg wurde in der Innsbrucker Hütte dann noch Hunger und Durst gestillt, bevor in schnellem Tempo der Parkplatz noch trocken erreicht war.

22. – 24. September 2018: Drei Tage Hochtouren am Hochkönigstock (2941 m)

Drei Tage hatte sich die zwölfköpfige Tourengruppe unter Leitung von Martha Hofberger vorgenommen um den Hochkönigstock „unsicher“ zu machen. Noch am Anfahrtstag ging es in 3:30 Std. von Werfen (530 m) aus über Almwege auf die Mitterfeldalm (1670 m), den ersten Übernachtungsstützpunkt der Gruppe. Ein Teil der Bergsteiger besuchte am Nachmittag noch das Athurhaus, der andere Teil bestieg die 2588 m hohe Törsäule, die nach 2:30 Std. in leichter Kletterei erreicht wurde. Der zweite Tag diente der Ersteigung des Hochkönig (2941 m). Ein ausgiebiges Frühstück war die Voraussetzung dafür, dass der fünfstündige Anstieg auf den höchsten Berg im Haggengebirge mit seinem Franz-Eduard-Matras-Gipfelhaus, eine der höchst gelegenen Schutzhütten der Ostalpen, erfolgreich bewältigt werden konnte. Von diesem Anstieg noch nicht ganz ausgelastet besuchte ein Teil der Gruppe in weiteren drei Stunden noch die bekannten Teufelslöcher, zwei natürliche Felsentore am 2700 Meter hohen Hochseiler, die über Gletscherreste der sagenumwobenen „Übergossenen Alm“ und leichtem Klettergelände erreicht wurden. Am Abend allerdings kam dann schlechtes Wetter mit Sturmböen und Regen auf, welches die Bergsteiger am dritten Tag noch in den Morgenstunden  begleitete, als es beim Abstieg vom Matrashaus  zur Ostpreussenhütte (1630 m) ging.  Erst hier setzte sich wieder die Sonne durch. Insgesamt erreichte die Gruppe nach einem 6-stündigen Abstieg müde, dafür aber auch sehr zufrieden den Ausgangspunkt.

11. – 12. August 2018: Über den Stüdlgrat auf den Großglockner (3798 m)

Einer der beliebtesten Gratanstiege der Ostalpen ist sicherlich der Stüdlgrat auf den höchsten Punkt Österreichs, den 3798 Meter hohen Großglockner. Nachteil: man ist hier selten allein. Diese Erfahrung machte auch die von Korbinian Kern geführte Dreiergruppe, als sie sich vom Stützpunkt Lucknerhaus aus aufmachte, um dem „Dach Österreichs“ auf’s „Dach“ zu steigen. Trotz der auftretenden Staus am ausgesetzten Grat allerdings war die tolle Kletterei jede Mühe wert, auch wenn wetter- = nebelbedingt die erwarteten Tiefblicke nur sporadisch möglich waren. Erst beim Abstieg über den Normalweg und nach einer Einkehr in der Erzherzog Johann Hütte, lockerten die Wolken noch etwas auf und ermöglichten einige schöne Ausblicke auf die Aufstiegsroute.

11. – 14. August 2018: Um und auf die Tauernkönigin – Hochalmspitze (3360 m)

Gleich 4 schöne Tage verbrachten 5 Mitglieder der von Martha Hofberger geführten Hochtourengruppe auf der Gießener Hütte (2208 m) in den Hohen Tauern. Noch am Anreisetag ging es in einer 4,5-stündigen Wanderung durch den Nationalpark auf das Kaponigtörl (2692 m), wo die Gruppe eine gute Aussicht auf den Gößgraben und das Kaponiktal genießen konnte. Am Folgetag hieß es früh aufstehen – es wartete der höchste Berg der Ankogelgruppe, die Hochalmspitze (3360 m) – auch Tauernkönigin genannt. Über den Schwarzburger Weg und den mit Drahtseilen gesicherten Detmolder Grat ging es in 4 Stunden zum Gipfel, der von 4 Gletschern  eingeschlossen ist. Nach einer ausgiebigen
Gipfelrast bei guter Fernsicht ging es über den versicherten Rudolstädter Weg und einem steilen Schneefeld zurück zur Hütte, die nach 8,5 Std. erreicht war. Hier wurde der Gipfelerfolg mit Kaiserschmarrn und Kaffee ausgiebig gefeiert. Am dritten Tag machte sich  die Fünfergruppe auf den Weg zum Schneewinklspitz (3015 m) und zum Säuleck (3086 m), die beide über die südwestliche Verlängerung des Detmolder Grates – ebenfalls
mit Drahtseilen versichert – erreicht wurden. Belohnt wurde die Gruppe mit guter Sicht und im Tagesverlauf immer besser werdendem Wetter. Im Blockgelände ging es auf die Mallnitzerscharte (2672 m) und den Buderusweg  in insgesamt 8 Stunden zurück zur Hütte, wo das Abendessen schon wartete. Den letzten und niedrigsten Gipfel, den man von der Giessener Hütte aus besteigen kann, den 2518 m hohen Winterleitnkopf , bestiegen die Bergsteiger am vierten Tag nach dem ausgiebigen Frühstück in 1,5 Std., bevor sie den einstündigen Abstieg und die 4,5-stündige Fahrt nach Hause antraten – zwar müde aber auch glücklich und überaus zufrieden.

06. – 07. August 2018: Watzmann-Überschreitung (2713 m)

Martha Hofberger leitete diese Mammuttour über das Watzmann-Massiv. Zu fünft wanderte die Gruppe bei hochsommerlichen Temperaturen zunächst von der bekannten Wimbachbrücke (620 m) zum Watzmannhaus (1930 m). Die schweißtreibenden  1300 hm bis hierher waren nach 3,5 Stunden zurückgelegt und hier wurde übernachtet. Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, und noch vor Sonnenaufgang und ohne Frühstück ging es bei angenehmer Temperatur hinauf zum Hocheck (2651 m) – dem herbeigesehnten Brotzeitplatz! Die folgenden 2,5 Std. verliefen im ständigen „bergauf und bergab“ über die an weiten Stellen exponierte, lange und anspruchsvolle Gratüberschreitung, die teils klettersteigartig ausgebaut ist. Dabei boten sich grandiose Weit- und Tiefblicke hinunter zum Königsee, auf Sankt Bartholomä bis hin bis zu Großglockner und Großvenediger. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast ging es an den südseitigen Abstieg, bei dem sich immer wieder durchziehende harmlose Wolkenfelder vor die „heiße“ Sonnenscheibe schoben, wodurch der mühselige Abstieg einigermaßen erträglich wurde. Dann war schließlich – müde, aber überglücklich – die Wimbachgrieshütte (1340 m) erreicht,  wo der fehlende morgentliche Kaffee nachgeholt wurde. Anschließend folgte der lange und mühselige Abstieg am Wimbachschloss vorbei bis zum Ausgangspunkt der Tour, der nach zwölf Stunden Gehzeit glücklich wieder erreicht war.

14. – 16. Juli 2018: Drei hohe Gipfel im Sellrain: Gänsekragen (2915 m), Breiter Grießkogel (3287 m) und Hoher Seblaskogel (3235 m)

Die Winnebachsee-Hütte  im südlichen Sellrain war Ausgangspunkt für diese dreitägige Hochtour, die unter Führung von Elisabeth Oswald und Martha Hofberger auf drei hohe Gipfel in diesem Gebiet führen sollte. Zunächst aber hieß es vom ca. 1640 Meter hoch gelegenen Parkplatz unterhalb von Winnebach zur besagten Hütte (2362 m) auf zu steigen. Zwei Stunden brauchte man für diese ca. 740 Höhenmeter. Gleich nach der Einquartierung wurde noch der Gänsekragen (2915 m) in Angriff genommen, womit sich für diesen Tag knapp 1300 Höhenmeter im Aufstieg summierten. Nach der ersten  Hüttenübernachtung dann erfolgte der Aufstieg zum Breiten Grießkogel (3287 m), der mit einer kleinen Gletscherpassage aufwartete. Komplettiert wurde die Tour am dritten Tag mit der Besteigung des Hohen Seblaskogels (3235 m) – „gewürzt“ mit 1600 Höhenmeter Abstieg zum Parkplatz. Man gönnt sich ja sonst nichts!

06. – 08. Juli 2018: Dreitägige Ladiestour in den Öztaler Alpen: Vernagthütte (2755 m) – Mittlere Guslarspitze (3128 m) – Fluchtkogel (3497 m)

Eigentlich sollte sie ja schon Mitte Juni stattfinden, doch aufgrund des heuer äußerst schneereichen Winters wurde die diesjährige Ladiestour auf Anfang Juli verschoben. Der erste Tag mit dem Aufstieg vom Bergsteigerdorf  Vent (1896 m) zur Vernagthütte (2755 m) allerdings gestaltete sich für die von Mrjam Frede und Monika Waldvogel geführte Fünfergruppe aufgrund des dauerhaften Regens ziemlich nass. Und auch am Folgetag  zeigte sich das Wetter zunächst von seiner schlechten Seite, so dass man erst am späten Vormittag in Richtung Mittlere Guslarspitze (3128 m; gut 10 cm Neuschnee ab ca. 3000 m!) aufbrach, um über diese dem Hochjoch-Hospiz (2413 m) einen Besuch abzustatten. Nach einer erholsamen Kaffepause ging’s dann entlang des unteren Rofenberges wieder zurück zur „Vernagt“. Der dritte Tag allerdings brachte dann bestes Wetter, so dass der geplanten Überschreitung des Fluchtkogels (3497 m) nichts mehr entgegen stand. Sehr früh schon war über die Moräne der Guslarferner erreicht. Weiter ging’s dann zunächst auf dem Normalweg Richtung Oberes Guslarjoch (ca. 3200 m), hier weiter in nördlicher, am Ende westlicher  Richtung, um den Nordgrat bei ca. 3400 m zu erreichen. Über den kurzen, eindrucksvollen Firngrat und eine knifflige Kletterstelle erreichte die Gruppe den Gipfel des Fluchtkogels (3497 m) wo sich eine wunderbare Rundumsicht bot. Der Abstieg erfolgte über den Normalweg nach Süden, ins Obere Guslarjoch (3361 m), auch Winterjöchl genannt,  dann über den Guslarferner zur Vernagthütte und auf dem Hüttenweg zurück nach Vent.

26. – 29. August 2017: Venter Runde mit Finailspitze (3516 m), Fluchtkogel (3500 m) und Co.

Vier hohe 3000er waren die Ausbeute der 8-köpfigen Gruppe, die unter Leitung von Martha Hofberger 4 Tage im südlichen Ötztal verbrachten. Von Vent (1900 m) aus ging es bei hochsommerlichen Temperaturen zunächst in 2,5 Std. auf das Hochjochhospitz (2414 m). Am nächsten Tag führte die Tour über den Hochjochferner vorbei an der Ötzifundstelle am Hauslabjoch (3278 m) und über den ausgesetzten Nordostgrad auf die Finailspitze (3516 m) – zurück dann auf derselben Route. Am dritten Tag bestiegen die 5 Frauen und 3 Männer dann auf unschwierigem Weg in 2 Stunden die  Mittlere Guslarspitze (3125 m) und gelangten anschließend über den flachen, blanken Kesselwandferner in 2,5 Std. zum Brandenburger Haus (3272 m), der höchstgelegenen Hütte des Deutschen Alpenvereines, von der aus noch vor dem Abendessen deren Hausberg, die Dahmannspitze (3401 m) bestiegen wurde – atemberaubendes Panorama bei herannahendem Gewitter inbegriffen. Schon um 6:45 Uhr am vierten Tag war Aufbruch zur einstündigen Überquerung des Kesselwandferners, anschließend folgte ein steiler Aufstieg zum Guslarjoch und weiter über eine steile Eisflanke zum Fluchtkogel (3500 m), dessen Gipfel bei strahlendem Sonnenschein schon um 8.15 Uhr erreicht war. Zurück ins Tal ging es dann über den Guslarferner zur Vernagthütte (ausgiebige Brotzeitpause eingeschlossen) und nach weiteren 2,5 Std. war dann wieder der Ausgangspunkt Vent erreicht. Vier tolle Tourentage – einfach wunderbar!

29.– 30. Juli 2017: Hochtour auf den Wilden Freiger (3418 m)

Dank des Permafrostes der letzten Jahre konnten Elisabeth Oswald und Martha Hofberger die 9 Teilnehmer der noch von Rainer Reith geplanten  Hochtour auf den Wilden Freiger  im Stubaital ohne Hochtourenausrüstung führen. Am Samstag stieg die Gruppe von Ranalt aus auf die 2280 m hoch gelegene Nürnberger Hütte. Von dort ging es früh morgens ohne Steigeisen, Pickel und Seil über einen schrofigen Felsrücken bis auf ca.3300 m, anschließend folgte eine kurze Querung über einen spaltenarmen Gletscherrücken bis zum Erreichen des Gipfelgrates. Nach ca. 3,5 Std war der 3418m hoch gelegene, aussichtsreiche Gipfel erklommen. Hier begegnete man einem weiteren Sektionsmitglied aus Altomünster mit seinem elfjährigen Sohn, die zufällig noch sehr gute Bekannte unseres unlängst verstorbenen 1. Vorsitzenden Rainer Reith waren. Gemeinsam gedachte man des Verstorbenen, bevor es auf selbem Weg wieder nach unten ging.

22. – 23. Juli 2017: Versuch Ruderhofspitze (3473 m)

Es ist schon fast erschreckend, dass durch die Klimaerwärmung und den geringen Schnee im Winter in den Ostalpen nur noch Schutt übrigbleibt, dass viele Touren dadurch unsicherer bzw. gar unmöglich werden. Diese Ausaperung und zusätzlich das sehr instabile Wetter führten auch zum Abbruch der geplanten Überschreitung der Ruderhofspitze in den Stubaier Alpen, auf die sie die 6 Männer und 2 Frauen unter Leitung von Thomas Funk vorab schon sehr gefreut hatten. Schon bei dem dreistündigen Aufstieg von Fabeson (1200 m) zur Neuen Regensburger Hütte (2286 m) zeigte sich das Wetter etwas „durchwachsen“. In der Nacht dann kam ein heftiges Gewitter mit starkem Regen und Hagel auf. Trotzdem versuchte sich die Gruppe am nächsten Morgen am Aufstieg, der aber schließlich nach 1000 hm und dem Erreichen der Hochmoosscharte (3231 m) abgebrochen werden musste. Die kräftigen Gewitter, denen man dadurch am Berg aus dem Weg ging, holten die Gruppe erst bei der Heimfahrt ein, jetzt ohne Folgen, so dass von der ganzen Tour doch weitgehend die Erinnerung an tolle Stimmungen und Eindrücken überwiegt – auch wenn der Gipfel nicht erreicht wurde.

23. – 25. Juni 2017: Ladiestour auf den Wilden Freiger (3418 m)

Der Wilde Freiger in den Stubaier Alpen ist mit seinen 3418 Metern ein sicher recht imposanter Gipfel –  auch für die 6 Ladies, die sich unter der Leitung von Monika Waldvogel und Mirjam Frede  dieses Ziel gesetzt hatten. Nach der langen Anfahrt ins hintere Stubaital startete die Gruppe zunächst von Ranalt aus (1300 m) zur Bsuechalm (1572 m) und zur Nürnberger Hütte (2280 m). Am nächsten Morgen erfolgte um 5:00 Uhr der Start, und  über den Grüblferner wurde bei stabilem Wetter der Gipfel des Wilden Freiger (3418 m) erklommen, bevor es über das Gamsspitzl zurück zur Hütte ging. Auf den für den dritten Tag geplanten Abstieg über Mairspitze, Grünausee und Sulzenauhütte musste aufgrund heftiger Gewitter verzichtet werden, und so ging’s wieder auf direktem Weg ins Tal zurück.

03.-04. September 2016: Endlich gelingt der Silvrettahorn-Ostgrat (3244 m)

Nachdem letztes Jahr auf Grund von zu starkem Wind die geplante Tour auf‘s Silvrettahorn nicht möglich war und stattdessen auf den Piz Buin ausgewichen wurde, konnte dieses Jahr die Besteigung des Silvrettahorns unter Leitung von Korbinian Kern und Matthias Widmann erfolgreich durchgeführt werden. Ausgangspunkt war wieder einmal die Wiesbadener Hütte. Von dieser ging es durch wegloses Gelände zum Einstieg des sehr selten begangenen Ostgrates. Trotz extrem brüchigem Gelände und Schwierigkeiten bis UIAA 3+, konnte der Gipfel nach 6 Stunden erreicht werden. Der Abstieg erfolgte auf dem Normalweg und über den Ochsentaler Gletscher, wobei sehr massive Veränderungen durch den Gletscherschwund nicht zu übersehen waren. Kurz vor Beginn des vorhergesagten Regens war dann der Ausgangspunkt wieder erreicht – nach insgesamt elf Stunden!

05.-07. August 2016: Hochtour zu Piz Buin (3312 m) und Piz Filana (3281 m)

Wenn’s im Juli nicht wie geplant geht, dann geht’s halt im August. An diesem Wochenende war das Wetter günstiger, und so konnte die für den 22.-24. Juli geplante Hochtour nachgeholt werden. Drei Männer und eine Frau stiegen – unter Führung von Thomas Funk – am Freitag zunächst von Guarda (1600 m) im Engadin zur Tuoi-Hütte (2250 m) auf – leider im Regen. Der darauf folgende Tag bescherte aufgrund von Neuschnee eine fantastische Winterlandschaft mitten im Sommer und bis gegen  Mittag auch schönes Wetter. Von der Hütte bis zum Ochsentaler Gletscher und weiter bis zur Buin-Scharte war einiges an Spurarbeit nötig. Über vereiste Felsen wurde dann Steigeisen bewehrt der 3312 Meter hohe Gipfel erklommen, der sich bis dahin leider in dicken Nebel gehüllt hatte. Am nächsten Tag war dann der meiste Neuschnee getaut und der Gipfel des Piz Filana (3281 m) konnte über seinen langen O-Grat erklommen werden. Diesmal bot sich am Gipfel eine tolle Rundumsicht. Der Abstieg erfolgte über den kurzen N-Grat und über den steilen Gletscher zurück zur Hütte und anschließend weiter ins Tal.

02.-03. August 2016: 4 Sektionsmitglieder auf dem Dach der Alpen (Mont Blanc, 4810m)

Vier Mitglieder unserer Sektion (Korbinian Kern, Michael Zanker, Matthias Widmann und Markus  Mayer) hatten sich durch Eingehtouren am Großvenediger (3667 m) und an der Aiguille de Rochefort (4001 m) für Höheres – dem Mont Blanc – vorbereitet. Gut akklimatisiert stieg die Gruppe dann auch in 4,5 Stunden von der Endstation der Tramway du Mont Blanc (2386m) auf die neu erbaute Gouter Hütte (3835m) auf. Am folgenden Tag wurden die 1000 hm zum Gipfel in 3 Stunden und 15 Minuten bewältigt, so dass die Gruppe den Sonnenaufgang um 6:15 Uhr vom Gipfel genießen konnte. Der Abstieg erfolgte auf gleichem Weg, wobei die Seilschaft noch den Dôme du Goûter (4304m) bestieg. Nach einer kurzen Rast auf der Hütte wurde schnellstmöglich weiter abgestiegen, um das Steinschlag gefährdete Grand Couloir noch vormittags zu durchqueren. Kurz nach Mittag – sowie nach 2500 hm Abstieg – wurde der Ausgangspunkt wieder erreicht und der Erfolg gefeiert. Ein Video über das Unternehmen kann über folgenden Link herunter geladen werden: http://www.dailymotion.com/video/x4nn4nf_mountains-2016_sport

29.-31. Juli 2016: Endlich gelingt der Großvenediger (3666 m) als Sektionstour

Nach mehreren vergeblichen Anläufen ist sie nun endlich gelungen – die Besteigung des 3666 Meter hohen Großvenedigers im Rahmen einer Sektionstour unter Leitung von Korbinian Kern und Elisabeth Oswald. Vom Parkplatz Hopffeldboden (1100 m) in Neukirchen stiegen unsere elf Teilnehmer in ca. 5 Stunden zur Kürsinger Hütte (2558 m) auf. Am nächsten Tag konnte bei bestem Tourenwetter der ersehnte Gipfel in ca. 4,5 Stunden erreicht werden. Der Abstieg zur Hütte erforderte nochmals drei Stunden. Ins Tal zurück ging’s dann am dritten Tag mit leichter Unterstützung durch das „Hüttentaxi“. Endlich hat’s geklappt!

29.-30 Juli 2016: Erfolgreiche Besteigung des Großglockners (3798 m)

Die für dieses Wochenende geplante Sektionstour zum Großvenediger war mit 11 Anmeldungen schon „rappelvoll“. Was also tun, wenn hier kein Platz mehr ist? Das dachten sich drei unserer Mitglieder – und wichen zum Großglockner aus, um die vorausgesagte Schönwetterlücke zu nützen. Von Kals über das Lucknerhaus (2227 m) und die Stüdlhütte (2801 m) gelangte die kleine Gruppe unter Führung von Rainer Reith zur 3454 Meter hoch gelegenen „Adlersruhe“ = Erzherzog Johann Hütte. Über das Glocknerleitl und den Kleinglockner erreichte man am nächsten Tag schon recht früh am Morgen den 3798 Meter hohen Hauptgipfel. Nahezu eine halbe Stunde konnten die drei bei strahlendem Sonnenstein alleine die prächtige Panoramasicht genießen, bevor nachfolgende Seilschaften den Gipfel für sich vereinnahmen.

02.-03. Juli 2016: Hochtour auf die Nördliche Sexegertenspitze (3305 m)

Stabiles Wetter – das sollte schon sein bei Hochtouren im Öztal. Und so war es dann auch, als für die neun Teilnehmer der samstägliche Aufstieg von Mittelberg (1740 m) zum Taschachhaus (2440 m) anstand. Der Gipfelanstieg am nächsten Tag – unter Führung von Elisabeth Oswald – brachte nach anfänglicher Bewölkung wahres Traumwetter bei „Sonne pur“. Trotz verhältnismäßig viel Schnee zeigten sich die Verhältnisse auf dem Gletscher überraschend gut. Nach der verdienten Gipfelrast mit bester Fernsicht erfolgte der Abstieg auf dem Aufstiegsweg.

24.-26. Juni 2016: Ladiestour mit Stützpunkt Berliner Hütte

Mehr als 30°C mussten die sechs Ladies schon aushalten – bei ihrem Freitag-Nachmittags-Aufstieg vom Gasthof Breitlahner (1257 m) zur Berliner Hütte (2044 m) – eine wahrhaft schweißtreibende Angelegenheit. Dafür war dann am nächsten Tag schon um 4:30 Uhr der Aufbruch mit dem Gipfelziel des 3369 Meter hohen Schwarzenstein angesagt. Allerdings fanden die Ladies unter Führung von Mirjam Frede und Monika Waldvogel beim Anstieg schon auf 2600 m erhebliche Alt- und Neuschneemengen vor, und für die Mittagszeit war eine Kaltfront mit heftigen Gewittern vorausgesagt. Daher entschloss man sich auf 3100 m zur Umkehr. Nach einem kurzen Abstecher zum Schwarzensee erreichte die Gruppe um 15:30 Uhr wieder die Hütte – gerade noch vor Einbruch der heftigen Regen- und Hagelschauer des vorausgesagten Gewitters. Wetterbedingt erfolgte am dritten Tourentag nur noch der Abstieg ins Tal, wobei der Parkplatz trockenen Fußes erreicht wurde.

12.-13. September 2015: Ausweich-Hochtour auf den Piz Buin (3312 m)

Eigentlich war ja der Sivrettahorn-Ostgrat geplant, und so stieg man zunächst auch sehr hoffnungsvoll bei sonnigem Wetter von der Bihlerhöhe (2036 m) zum Stützpunkt Wiesbadener Hütte (2443 m) auf. Aber in der Nacht zog eine Schlechtwetterfront auf und der zunehmend stärker werdende Wind brachte die Gefahr, vom geplanten Grat mit der Fels-Schwierigkeit III hinab geweht zu werden. Daher entschied man sich für die Besteigung des Piz Buin (3312 m), zumal beim letzten Besteigungsversuch die Sektionstour wegen des schlechten Wetters 100 Meter unter dem Gipfel abgebrochen werden musste. Diesmal wurde der Gipfel planmäßig erreicht, allerdings war er dermaßen wolkenverhangen, dass die ansonsten grandiose Gipfelaussicht nicht genossen werden konnte.

2015-09-12-1 Piz Buin 2015-09-12-3 Piz Buin

23 – 25. Juli 2015: Über seinen NW-Grat auf den Hochgall (3435 m)

Ob die ausgeschriebene Hochtour auf den Hochgall (3435 m; Riesenfernergruppe in Südtirol) durchgeführt werden könnte, stand auf Grund der zweifelhaften Wetterprognosen auf „wackeligen Beinen“, waren doch Gewitter angesagt, die die Begehung des langen NW-Grates im II. Schwierigkeitsgrad in Frage stellten. Daher wurde der Aufstieg von Rein bei Taufers (1595 m) zur Hochgallhütte (2276 m) um einen Tag vorverschoben, so dass eine sicherere Wetterprognose gegeben war. Der Tourentag begann dann für die siebenköpfige Gruppe sehr früh – nach dem Wecken schon um 3:00 Uhr und einem kurzen Frühstück begann der Marsch noch bei Dunkelheit. Nach sechs Stunden war dann der Gipfel über seinen herrlichen NW-Grat erreicht. Die ausgiebige Gipfelrast verwöhnte mit einem großartigen Panorama-Ausblick. Auch der lange Abstieg forderte die Teilnehmer intensiv, und um 15:00 Uhr war die Hütte wieder erreicht. Nicht zu früh – denn bereits beim ersten Bier forderte nun der Wettergott sein Recht und ein Gewitter zog auf. Da das wechselhafte Wetter anhielt musste die weitere Planung geändert werden und man entschied sich am nächsten Morgen anstelle einer weiteren Gipfeltour für den Abstieg ins Tal – ein kleiner Schönheitsfehler, aber unbedeutend im Vergleich zur großartigen Tour am Vortag.

2015-07-25-04 Hochgall  2015-07-25-01 Hochgall

04.– 05. Juli 2015: Hochtour auf den Similaun (3606 m):

Bestes Wetter und beste Bedingungen hatten die 9 Teilnehmer, die sich für die ausgeschriebene Hochtour auf den Similaun angemeldet hatten. Am Samstag erfolgte die Fahrt nach Vent im Öztal (1900 m) und anschließend der lange Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte (2500 m). Am nächsten Tag wurde dann an der Similaunhütte vorbei (der eigentlich vorgesehene Aufstieg über den Marzellkamm ist z.Z. wegen Bergsturzgefahr nicht möglich) zum Gipfel aufgestiegen – wie gesagt bei besten Bedingungen, so dass dem frühen Aufstehen und dem langen Abstieg wieder nach Vent niemand auch nur eine Träne nachweinte.

2015-07-05-02 Similaun

06.-07. September 2014: Anspruchsvolle Hochtour auf die Bliggspitze  (3454 m)

Nachdem das Wetter in diesem Sommer eher Hochtouren unfreundlich war, konnte nun doch die geplante Tour auf die 3454 Meter hohe Bliggspitze in den Ötztaler Alpen erfolgreich durchgeführt werden. Als Anstiegsvariante wählten die beiden Seilschaften unter Führung von Korbinian Kern und Matthias Widmann den Südgrat (Schwierigkeitsgrad II-III). Um diesen zu erreichen ging es zunächst durch wegloses Gelände auf den Hinteren Eiskastenferner, welcher kurz gequert wurde. Der Gipfel war anschließend nach dreistündiger ausgesetzter Gratkletterei erreicht. Im Abstieg musste wiederum der Gletscher gequert werden, und nach zweimaligem Abseilen und gut dreizehn Stunden nach dem Aufbruch kam man wohlbehalten wieder im Tal an. Ein Video ist über folgenden Link zu sehen: http://www.dailymotion.com/video/x25y70r_bliggspitze_sport

2014-09-06-05   2014-09-06-04 Bliggspitze

19.-20. Juli 2014: Auf den Gipfel der Schesaplana (2967 m)

Eine Hochtour ohne Eisausrüstung zur Schesaplana – das war das Ziel der elf Teilnehmer bei der zweitägigen Führungstour im Rätikon. Nachdem schönstes Wetter herrschte, nahm die Gruppe gleich am ersten Tag die 1400 hm bis zum Gipfel der 2967 Meter hohen Schesaplana in Angriff, wozu man etwa vier Stunden benötigte. Eine herrliche Gipfelsicht belohnt dann für die Mühen. Nach einer Übernachtung auf der 1970 Meter hoch gelegenen Douglashütte am Lünersee konnte am zweiten Tag noch eine mit 500 hm etwas kleinere Tour unternommen werden, bevor die zu dieser Jahreszeit üblichen Gewitter zum Abstieg ins Brandnertal zwangen.

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17. Mai 2014: Spaltenbergungskurs im Vereinsheim

7 Mitglieder unserer Sektion haben dem Aufruf des Organisators Thomas Funk gefolgt und sind am Vereisheim erschienen, um die Kenntnise der Spaltenbergungstechnik aufzufrischen, bzw. neu zu erlernen. Thomas Funk, mit Hilfe von Erhardt Andre haben die Technik für die Spaltenbergung in einer Dreierseilschft, sowie die Möglichkeit der Selbstrettung bei einer Zweierseilschaft vermittelt. Bei der Selbstrettungstechnik mit zwei Prussikknoten hat man feststellen können, wie schwierig es unter Umständen sein kann, sich selber hochkämpfen zu müssen. Es war eine gelungene Veranstaltung.

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09.-11. August 2013: Hochtour Piz Palü (3905 m)

 War der Aufstieg zur 2973 Meter hoch gelegenen Diavolezza-Hütte am Samstag noch eine recht „nasse Angelegenheit“, so zeigte sich der Gipfeltag am Sonntag jedoch von seiner allerbesten Seite. Die Teilnehmer – aufgeteilt in vier geführte Gruppen – machten sich daher auch sehr zuversichtlich – wie üblich noch in der Dunkelheit – auf den Weg zum fast 1000 Meter höher gelegenen Gipfel. Auf guter Spur – am steilen Aufschwung zum Ostgipfel und dann weiter am Grat zum Mittelgipfel erleichterten breite Stufen das sichere Vorankommen – war nach fünfeinhalb Stunden für die 12 Gipfelstürmer das Ziel erreicht. Nach der Rückkehr zur Hütte konnten Organisator Isi Guckert, die anderen Führer und Teilnehmer das fantastische Panorama in diesem „Festsaal der Alpen“ nochmals ausgiebig genießen.

2013-08-10-03 Piz Palü   2013-08-10-02 Üiz Palü   2013-08-10-01 Piz Palü  2013-08-10-04 Piz Palü

03.-04. August 2013: Hochtour auf den Schwarzenstein (3369 m)

Brütende Hitze begleitete die neunköpfige, von Rainer Reith geführte Gruppe vom Parkplatz Breitlahner (1257 m) in den Zillertaler Alpen die 790 Hm hinauf zur Berliner Hütte (2044 m). Am nächsten Morgen wurden dann um 5:30 Uhr die weiteren 1325 Hm hinauf zum Schwarzenstein angegangen, dessen Gipfel von allen Teilnehmern nach 5 Std. erreicht wurde. Das traumhafte Wetter hielt sich sehr lange, beim Abstieg allerdings wurde die Gruppe doch noch von einem heftigen Gewitter so richtig „abgewaschen“.

2013-08-04-03 Schwarzenstein   2013-08-04-01 Schwarzenstein   2013-08-04-02 Schwarzenstein

27. – 28. Juli 2013: Hochtour auf die Wildgerlosspitze (3278 m)

Als anspruchsvolle Gletscher- und Hochtour erwies sich die zweitägige Sektionstour auf die Wildgerlosspitze in den Zillertaler Alpen. 900 Hm mussten schon am Samstag bewältigt werden, um vom Gasthaus Bärenbad (1449 m) und am Stausee Zillergrund vorbei die 2363 Meter hoch gelegene Plauener Hütte zu erreichen. Am Sonntag ging’s dann in zwei  Seilschaften –  geführt von Thomas Funk und Rainer Reith – weitere 900 Hm in viereinhalb Stunden über das Kuchelmooskees und weiter in sehr schöner Kletterei (Schwierigkeitsgrad II-III) über den Südgrat auf den Gipfel (3278 m).

2013-07-28-03 Wildgerlosspitze   2013-07-28-01 Wildgerlosspitze   2013-07-28-02 Wildgerlosspitze

20.-21. Juli 2013: Hochtour auf die Hochvernagtspitze (3520 m)

Als Traumtour entpuppte sich die zweitägige Hochtour auf die Hochvernagtspitze im Ötztal. Gleich zehn Teilnehmer wanderten am Samstag unter der Führung von Isi Guckert und Elisabeth Oswald die 900 Hm vom bekannten Bergsteigerdorf Vent (1900 m) zur wunderschön gelegenen Vernagthütte (2755 m). Am Sonntag ging’s dann mit Pickel und Steigeisen über den spaltenreichen Vernagtgletscher weitere 800 Hm auf den für seinen großartigen Rundumblick bekannten Gipfel und anschließend wieder zurück ins Tal.

2013-07-20-04 Hochvernagtspitze   2013-07-20-01 Hochvernagtspitze   2013-07-20-02 Hochvernagtspitze   2013-07-20-03 Hochvernagtspitze